OLDENBURG - Eine starke halbe Stunde hat den Spielern des VfB Oldenburg am Sonntag genügt, um sich gegen einen erschreckend wenig Gegenwehr zeigenden TuS Pewsum mühelos einen 4:0 (3:0)-Heimsieg herauszuspielen und damit die Tabellenführung in der Fußball-Oberliga auszubauen. Im bisweilen dichten Schneetreiben setzten dabei vor allem zwei VfBer Glanzpunkte, die in der Hinserie nicht so zum Zug gekommen waren – Paolo Rizzo und Mehmet Koc.

Nach zähem Beginn hatte Sebastian Ghasemi-Nobakht den VfB gegen die tief stehenden Gäste auf Kurs gebracht. Seinen Schuss konnte der Pewsumer Holger Willms nur mit Mühe noch von der Linie grätschen (15.). Nach einer feinen Freistoßkombination – Marcel Salomo verlängerte die Flanke von Christian Thölking mit der Hacke – drosch Paolo Rizzo den Ball aber nur vier Minuten später volley zum 1:0 in den Winkel (19.).

Danach gewannen die Oldenburger bis zur Halbzeitpause jeden Zweikampf. Sie kombinierten nach Lust und Laune, wobei Rizzo als Antreiber auf der linken Seite glänzte. In der 24. Minute legte er den Ball im TuS-Strafraum uneigennützig quer auf den heraneilenden Ghasemi-Nobakht. Diesen Pass wollte Thomas Kahl verhindern, beförderte den Ball dabei aber zum 2:0 ins eigene Netz.

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Wenig später erhöhte Mehmet Koc auf Vorlage von Rizzo aus kurzer Distanz auf 3:0 (32.). Direkt nach Wiederbeginn machte wiederum Koc mit einem Flachschuss alles klar (47.). „Die beiden Tore tun natürlich gut, das gibt Selbstvertrauen“, freute sich der Stürmer über seine Saisontreffer drei und vier.

Danach stellten beide Teams das Fußballspielen praktisch ein. Der TuS war nur noch auf Schadensbegrenzung aus, und der VfB tat nicht mehr als nötig. „Vor der Pause haben wir sehr gut gespielt, danach war es aber nur noch Schlafwagenfußball, das hat mich schon ein bisschen geärgert“, war VfB-Trainer Joe Zinnbauer dann auch nicht ganz zufrieden. Zudem vergaben der eingewechselte Matthias Deumelandt (89.) und Koc (90., Pfosten) einen noch höheren Sieg.

„Das Ergebnis passt schon: Wir kämpfen in dieser Liga ums Überleben, und der VfB ist Spitzenreiter“, bilanzierte TuS-Trainer Ewald Heikes ebenso ernüchtert wie wortkarg.