Oldenburg - Harte Arbeit – mehr als verdienter Lohn: Mit einem Auftritt voller Leidenschaft, Willen und Einsatzbereitschaft haben sich die Regionalliga-Fußballer des VfB Oldenburg am Tag der Arbeit ein 2:2 (1:1) gegen Weiche Flensburg erkämpft. Nach zuvor zwei Niederlagen in Serie und der Krisensitzung am Sonntag erlebte das um den Klassenerhalt ringende Team (vier Absteiger sind möglich) am Dienstag gegen den Meisterfavoriten vor 761 Zuschauern eine Berg- und Talfahrt, die am Ende zumindest mit einem Remis belohnt wurde.

„Wenn wir uns aus dem Abstiegssumpf ziehen wollen, müssen wir 100 Prozent geben – das haben wir heute gemacht“, sagte VfB-Innenverteidiger Ahmet Saglam und fügte hinzu: „Nur ein Prozent weniger reicht nicht – es müssen immer 100 sein.“

Bei ungemütlichen Witterungsbedingungen zeigten sich die Oldenburger von Beginn an heiß und gingen rasch in Führung. Der unermüdlich rackernde Kifuta Kiala Makangu erzwang mit seinem Einsatz ein Handspiel von Patrick Thomsen, das Schiedsrichter Timo Hippel (Bremen) nach Beratung mit seinem Linienrichter mit einem Strafstoß ahndete. Saglam trat an und verwandelte sicher zum 1:0 (4. Minute).

„Den Elfmeter hätte man nicht unbedingt geben müssen“, meinte Flensburgs Trainer Daniel Jurgeleit, dessen Team wenig später fast das 0:2 kassiert hätte. Daniel Franziskus traf nach einer Balleroberung von Kapitän Thorsten Tönnies und dessen folgender Flanke aber per Kopfball nur den Pfosten (10.).

Danach fanden die Gäste besser ins Spiel und glichen schnell aus. Ein Freistoß von Rene Guder von der linken Außenlinie rutschte Verteidiger Frederik Lach über den Kopf zum 1:1 ins eigene Tor (13.). Danach fischte VfB-Keeper Fabian Klinkmann einen Distanzschuss von Guder aus dem Winkel (24.), ehe der Angreifer der Flensburger kurz vor der Pause bei einer Flanke wohl knapp im Abseits stand, so dass Hippel seinen Kopfball-Treffer nicht gab (39.).

In der zweiten Halbzeit lenkte Klinkmann eine Flanke von Junior Ebot-Etchi gerade noch über die Latte, doch die folgende Ecke brachte Weiche das 2:1. Kevin Schulz kam vor Verteidiger Muhittin Bastürk an den Ball und traf zum 2:1 (62.). Der VfB schlug aber zurück. Nach einer Flanke von Lach köpfte Gazi Siala das umjubelte 2:2 (77.), musste aber wenig später verletzt ausgewechselt werden (82.). Der für ihn eingewechselte Laurel Aug verpasste in der 88. Minute wie 60 Sekunden später auch Kifuta das 3:2.

„Das war eine Leistung, die sogar würdig gewesen wäre, hier drei Punkte mitzunehmen“, sagte VfB-Trainer Stephan Ehlers und dachte natürlich auch gleich schon an die nächste Aufgabe. Nur gut 48 Stunden nach dem Duell mit Flensburg geht es an diesem Donnerstag (18.30 Uhr, Marschwegstadion) gegen Germania Egestorf-Langreder weiter. „Die Jungs sitzen schon alle in der Eistonne“, meinte Ehlers. Der regenerativen Abkühlung soll natürlich der nächste heiße Auftritt auf dem Platz folgen.

VfB: Klinkmann - Richter, Lach, Bastürk, Saglam, Tönnies - Celikyurt, Siala (82. Aug) - Kifuta (90.+2 Magouhi) - Temin, Franziskus.