OLDENBURG - Mitten in die Spekulationen um den möglichen Rückzug der Reederei Beluga als Sponsor von Werder Bremen zum Saisonende platzte am Mittwochabend eine pikante Nachricht. Niels Stolberg, Chef von Beluga Shipping, verkündete seinen sofortigen Rücktritt aus dem Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten.

„Meine ganze Konzentration und Kraft muss ich in dieser Phase meinen unternehmerischen Herausforderungen widmen“, erklärte Stolberg mit Blick auf die mögliche Übernahme der Bremer Reederei durch einen US-amerikanischen Finanzinvestor. „Daher sehe ich es als konsequent an, meine Arbeit im Aufsichtsrat von Werder Bremen mit sofortiger Wirkung zu beenden.“ Aufsichtsratschef Willi Lemke hat den Rücktritt akzeptiert. Und auch Stolbergs Nachfolger ist in Axel Plaat, Schatzmeister des Sportvereins Werder, bereits gefunden.

Veränderungen könnte es bei Werder indes auch im Bundesligakader für das Spiel an diesem Sonntag (15.30 Uhr) beim SC Freiburg geben. So kehrte Mittelfeld-Hoffnung Wesley am Mittwoch nach seiner Muskelverletzung ins Mannschaftstraining zurück. Sicher ist sein Einsatz laut Thomas Schaaf allerdings noch nicht. „Wir müssen gewisse Dinge noch berücksichtigen und abwarten, wie es in den nächsten Trainingseinheiten bei ihm aussieht“, relativierte der Werder-Trainer.

Für einen anderen Mittelfeldspieler läuft es in dieser Saison derweil überhaupt nicht rund. Nachdem Aaron Hunt am vergangenen Sonntag bereits vor seiner Einwechslung im Spiel gegen Bayer Leverkusen (2:2) von großen Teilen des Bremer Publikums ausgepfiffen worden war, musste der 24-Jährige zu allem Überfluss auch noch das Training am Mittwoch abbrechen. Der Verdacht auf einen Muskelfaserriss bedeutet für Hunt einen weiteren Tiefschlag.

Doch nun scheint der Bremer Unterstützung von ungeahnter Seite zu bekommen. In Internetforen planen einige Werder-Fans eine Plakataktion zur Unterstützung von Aaron Hunt zum nächsten Bremer Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Ein bemerkenswertes Zeichen der Anhängerschaft, hatte Hunt das Publikum im Weserstadion in der laufenden Spielzeit doch schon zweimal mit provokanten Gesten bedacht.