OLDENBURG/KLAGENFURT - „Das war ein tolles Erlebnis für mich, auch wenn es schon eine recht anstrengende Arbeit war“, lautete das Fazit von Klaus Berster, Ehrenpräsident des VfB Oldenburg, am frühen Montagmorgen, nachdem er bei der EM im österreichischen Klagenfurt in seiner Eigenschaft als „Volunteer-Joker“ zum Einsatz gekommen war.
„Von mittags 12 Uhr bis weit nach Mitternacht war ich im Stadion zugegen. Meine Aufgabe war diesmal die Akkreditierung der ausländischen Journalisten. Da ging es manchmal schon recht hoch her“, berichtete er. Wobei ihm seine umfangreichen Sprachkenntnisse zugute kamen. Daher rät er: „Ich kann jungen Leuten nur empfehlen, frühzeitig mehrere Sprachen zu lernen.“
In dem Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft Uwe Seeler traf er am Randes des Spiels gegen Polen einen alten Bekannten wieder. „Leider reichte es nicht zu einem persönlichen Kontakt. Wir haben uns aber zugewunken“, erzählte er weiter. Zu sehen bekam er unter anderem auch Hansi Müller und Rainer Calmund sowie den österreichischen Landeshauptmann Jörg Haider. „Schön war es, dass ich zahlreiche Bekannte von meiner Tätigkeit als Volunteer bei der WM in Hannover wiedergetroffen habe“, so Berster.
Sehr zu seiner Freude konnte er trotz seiner nicht gerade einfachen Tätigkeit das Spiel Deutschland gegen Polen live verfolgen. „Der Sieg war eine große Freude für mich. Es war erfrischender Fußball, der von der deutschen Mannschaft geboten wurde“, meinte Berster. Dazu schwärmte er von der Stimmung im Klagenfurter Stadion: „Die war extrem gut. Hier herrschte echte EM-Atmosphäre. Auch die vielen polnischen Fans sorgten für keine Misstöne“, freute er sich. Tags zuvor war er von seinem Hotel aus noch Zeuge zahlreicher Auseinandersetzungen in Klagenfurt gewesen. „Die Einsatzzüge der Polizei hatten die unschönen Szenen aber schnell im Griff“, berichtete er.
An diesem Dienstag beginnen für den 71-jährigen Torsholter die Vorbereitungen auf das am Donnerstag ebenfalls in Klagenfurt stattfindende Spiel zwischen Deutschland und Kroatien. „Ich lasse alles auf micht zukommen“, äußerte Berster abschließend.
