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Nach Niederlage Gegen Lübeck VfB-Sportleiter Hahn reagiert auf Lob allergisch

Oldenburg - „Das Beste ist das Ergebnis“, sagte Jürgen Hahn vor eineinhalb Wochen nach dem erst erzauberten und später erzitterten 3:1-Heimsieg gegen Norderstedt. Die Frage danach, ob er nach dem 1:3 im Fernsehspiel der Fußball-Regionalliga am Montagabend beim Namensvetter aus Lübeck die Aussage „Das Schlechteste ist das Ergebnis“ unterschreiben würde, beantwortet der Sportleiter mit einem klaren „Jein“.

Der gebürtige Bayer bekam nach dem Duell der Traditionsvereine, das bei Sport 1 im Schnitt 210 000 und in der Spitze 270 000 Zuschauer verfolgten, auch aus seiner Heimat viele positive Rückmeldungen für den insgesamt engagierten Auftritt. Richtige Freude wollte bei dem 48-Jährigen aber nicht aufkommen, weil die Mannschaft ihr Potenzial wieder einmal nicht über 90 Minuten abgerufen hatte.

„Sehr gutes Werkzeug“

„Wir haben nach dem Rückstand eine gute Mentalität gezeigt und lange Zeit auf Augenhöhe agiert“, meint Hahn mit Blick darauf, dass das Team Tommy Grupes Treffer in der 10. Minute („Der darf bei der Ecke nie so frei zum Kopfball kommen.“) gut dagegengehalten hatte.

Mehrmals wurde der Aufstiegskandidat Nummer eins bis zur Pause und in den ersten 15 Minuten danach in Verlegenheit gebracht, doch es sprang für den blau-weißen VfB nur das 1:1 von Enis Bytyqi heraus (44. Minute). Als Pascal Steinwender auf der rechten Seite bis zur Grundlinie stürmte und in der Mitte den Offensivkollegen bediente, wurde die taktische Vorgabe gut deutlich.

„Die Mannschaft bekommt jedes Mal sehr gutes Werkzeug in die Hand, muss es aber auch konstant einsetzen“, fordert Hahn: „Nach der Pause hätten wir das 2:1 machen müssen. Lübeck hat gewackelt, aber die Mannschaft hat kein Kapital daraus geschlagen.“

Vor 2657 Fans im Stadion an der Lohmühle übernahmen die Gastgeber nach einer guten Stunde Spielzeit das Kommando und verdienten sich den Sprung auf Platz eins. Am Ende gab auch die individuelle Klasse den Ausschlag. Per Doppelpack entschied Ahmet Metin Arslan die Partie (77., 78.) und übernahm mit neun Treffern die Führung in der Torjägerliste.

„Brauchen Ergebnisse“

„Die Mannschaft hat es wieder verpasst, sich zu belohnen“, klagte Hahn und reagierte darauf, dass er persönlich von TV-Kommentator Oliver Forster für die Zusammenstellung des Teams gelobt wurde, allergisch. „Ich glaube, dass wir einen guten Kader und ein starkes Trainerteam haben – aber wir brauchen Ergebnisse“, fordert der Sportleiter und ergänzt mit Blick auf die Ligaausbeute von vier Siegen, zwei Remis und fünf Niederlagen: „Wir haben eine negative Bilanz – wir können nicht zufrieden sein.“

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion
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