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Nach Sieg In Havelse VfB Oldenburg feiert Klassenerhalt

Wolfgang Wittig

Oldenburg - Geschafft! Der VfB Oldenburg bleibt auch in der kommenden Saison Fußball-Regionalligist. Mit einem 3:1-Erfolg beim TSV Havelse und der gleichzeitigen Niederlage der Zweiten von Eintracht Braunschweig bei der Reserve des HSV (2:4) lief alles so, wie es sich der Trainerstab und die Fans des VfB erhofft hatten.

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Dennoch musste das Team von Trainer Stephan Ehlers lange zittern. Neben dem Blick auf das Spielfeld ging gleicher immer wieder aufs Smartphone, um die Spielstände auf den anderen Plätzen zu verfolgen. Lange Zeit führte Braunschweig in Hamburg, und auch der weitere Kandidat im Kampf gegen den Abstieg, BSV Rehden, holte sich die drei Punkte.

Ehlers: „Alle Register gezogen“

„Wir haben alle Register gezogen“, sagte Ehlers: „Wir haben an den Charakter der Spieler appelliert, wir haben uns Video-Momente des Gegners noch im Bus angeschaut – und eine halbe Stunde vor der Ankunft in Havelse waren wir im Bus voll auf das Spiel fokussiert.“

Am späteren Nachmittag stand dann fest, dass die erste Mannschaft aus Braunschweig als Tabellenvorletzter der 2. Bundesliga den bitteren Gang in die 3. Liga antreten muss. Damit muss das Nachwuchsteam als Zwangsabsteiger die Regionalliga verlassen, Rehden hat doch schon vorzeitig den Klassenerhalt sicher. Sogar der Tabellendrittletzte aus Hildesheim könnte jetzt doch noch drinbleiben, wenn Weiche Flensburg Meister wird, die Aufstiegsrelegation gegen Cottbus übersteht und in die 3. Liga aufsteigen darf.

Kifuta und Tönnies treffen

Der VfB indes hatte alles in die Waagschale geworfen, um aus eigener Kraft die Liga zu halten. Bereits in der 4. Minute erzielte Torjäger Kifuta per Kopf nach Vorarbeit von Thorsten Tönnies das 1:0. Den Havelser Ausgleich in der 34. Minute durch Daniel Kofi Kyereh steckte der VfB mühelos weg und ging durch Tönnies erneut in Führung (43.).

Havelse kam energisch aus der Pause. Nach einem unnötigen Foul von Torwart Fabian Klinkmann zeigte Schiedsrichter Jost Steenken sofort auf den Elfmeterpunkt. Klinkmann machte seinen Fehler gut und hielt den schwach geschossenen Strafstoß. Es folgte ein offener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für den VfB. Erneut traf Kifuta zum 3:1 (84.).

Tränen der Erleichterung

Nach dem Abpfiff brachen bei Spielern, Trainerstab und Fans alle Dämme. Es flossen Tränen der Freude und Erleichterung. „Jetzt wird erstmal Urlaub gemacht. Den haben wir uns verdient. Ich denke, heute haben wir alle unseren Job hervorragend gemacht“, sagte Kifuta. Daniel Franziskus (wechselt zum VfB Lübeck) meinte: „Es ist schon ein sehr komisches Gefühl, ein emotionaler Moment, dass für mich beim VfB jetzt Schluss ist.“

„Puuh, das hätten wir geschafft. Ich denke, wir haben den Klassenerhalt auch verdient“, atmete auch Kapitän Tönnies (geht nach Jeddeloh) durch. Für Trainer Ehlers war ein entscheidender Punkt, dass nach der Winterpause die vielen verletzten Spieler wieder zur Verfügung standen. „Das hat uns in den wichtigen Spielen Sicherheit gegeben“, sagte Ehlers: „Und ich muss ehrlich zugeben, dass ich froh bin, dass dieser Überlebenskampf jetzt endlich ein Ende hat.“

VfB: Klinkmann - Aalto, Lach, Saglam, Lingerski - Celikyurt - Franziskus (89. Aug), Bastürk (75. Siala), Temin - Kifuta (85. Magouhi), Tönnies.

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