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NWZonline.de Sport Fußball

Stephan Ehlers geht mit VfB in Offensive

29.08.2017

Oldenburg Er vertrete offensiven Fußball, sagte Stephan Ehlers am Montag im Müggenkrug im Nordosten Oldenburgs, wo der VfB Oldenburg ihn als neuen Chefcoach des Regionalligisten vorstellte: „Ich gewinne lieber 3:2 als 1:0. Das gefällt dann auch dem Zuschauer.“ Für die Trainer allerdings würde das mitunter „graue Haare bedeuten“.

Zur Person

Stephan Ehlers begann seine Trainertätigkeit beim VfL Oldenburg (2007 bis 2013) und stieg im Jahr 2011 mit den B-Junioren in die Bundesliga auf. Anschließend war er beim JFV Nordwest als Trainer aktiv und schaffte im Jahr 2016 auch dort mit der U 19 den Aufstieg in die Bundesliga.

Im September 2015 betreute er die Regionalliga-Fußballer des VfB bereits für ein Spiel als Interimstrainer. Im Sommer 2016 sagte er kurzfristig dem Oberligisten VfL Oldenburg ab und fing stattdessen beim Regionalligisten BSV Rehden an. Dort musste er aber nach zehn Spielen die Trainerbank wieder räumen.

Graue Haare hat der 47-jährige Ehlers noch nicht, trotz – oder gerade wegen – langjähriger Trainertätigkeit und seines Berufes als Lehrer am Gymnasium Bad Zwischenahn/Edewecht. Aber ein offensiver Typ ist er, das wurde am Montag deutlich. Zwar ließ er nach einer Einleitung von Geschäftsführer Philipp Herrnberger auch Marketing-Chef Karl Knab und Sportdirektor Ralf Voigt ein paar Sätze sagen, doch dann kannte er kein Halten mehr.

„Ich muss die Mannschaft abholen, wo sie steht und viele Gespräche führen“, sagte der Nachfolger des beurlaubten Dietmar Hirsch, der einen Vertrag bis zum Ende der Saison erhält und am Montagabend die erste Trainingseinheit leitete. Er habe am Samstag beim 0:1 in Flensburg gesehen: „Das Problem ist die fehlende Überzeugung, ein Tor schießen zu können.“ Die fußballerische Kompetenz sei vorhanden, er müsse „Überzeugung kreieren“.

Nur wenig Zeit bleibt Ehlers bis zum Debüt am Sonntag (15 Uhr) gegen Norderstedt im Marschwegstadion. Generell werde er „den Gegner Gegner sein lassen“ und sich auf das eigene Potenzial konzentrieren. Er wolle das Team „fußballerisch und systemtechnisch stabilisieren“.

Das will er nicht alleine tun. „Christian Thölking ist mein Wunschkandidat als Co-Trainer“, betonte Ehlers. Der langjährige VfB-Spieler sei loyal, genieße sein Vertrauen und habe die fachliche Kompetenz – und sei zudem Oldenburger. Gespräche mit Thölkings Arbeitgeber hätten stattgefunden, sagte Herrnberger: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Ronnie Klause wird Co-Trainer bleiben, Marvin Kruse ausscheiden.

Wie die Mannschaft müsse auch das Trainerteam „funktionieren“, betonte Ehlers. Darüber hinaus gehöre zu seinem Job auch, mit Sponsoren zu reden. Das allerdings habe Grenzen: „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Sponsoren was bestimmen können“, sagte der 47-Jährige und fügte schmunzelnd hinzu: „Das möchte ich nicht mehr.“

Warum die Wahl des Vorstandes unter 120 Bewerbungen von „Trainern mit tollen Ideen“ (Knab) auf ihn gefallen war, wusste Ehlers genau. „In Oldenburg hat man nur die Möglichkeit, Talente zu entwickeln, um an gute Spieler zu kommen“, meinte er – und den einen oder anderen guten Spieler habe er beim JFV Nordwest hervorgebracht.

Auch jetzt habe er ein junges, cleveres Team. Doch eines sei wichtiger als Talentförderung: „Ich werde an dem gemessen, was auf der Anzeigentafel steht.“ Heißt: „Die elf besten Spieler stehen auf dem Platz – egal wie alt sie sind.“

Mathias Freese
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2032

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