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NWZonline.de Sport Fußball

Jetzt ist der Skandal-Club dem Ende ganz nah

17.08.2018

Oldenburg Selbst im Untergang bleibt der Skandalclub TSV Oldenburg sich treu und vermeidet jeden Kontakt mit den offiziellen Fußballinstanzen. Den letzten verbliebenen Spielern haben Vereinsoffizielle jetzt mitgeteilt, dass sie ihre beiden Männermannschaften und das B-Juniorenteam vom Spielbetrieb abgemeldet hätten.

Von 1984 bis heute

Der Türkische SV wurde laut der Vereinsseite im Internet 1984 von 15 türkischen Gastarbeitern ins Leben gerufen. Zu den größten Erfolgen zählen der Landesliga-Aufstieg unter Trainer Timo Ehle zur Saison 2013/2014. Dies hatte der Club sportlich auch schon ein Jahr zuvor geschafft. Das Aufstiegsrecht wurde aber wegen Verstoßes gegen die Verbandsstatuten aberkannt. Im Jahr 2006 gewann der TSV die Oldenburger Stadtmeisterschaften im Hallenfußball.

Im September 2015 entschloss sich die Vereinsführung um Erdal Sarigül dazu, dass der Club nur noch als TSV Oldenburg mit neuem Logo auftreten solle. „Wir fühlen uns als Deutsche – unabhängig von unserer Herkunft“, erklärte Sarigül damals: „Wir sind kein Verein für nur eine Nationalität. Unser Verein steht in Oldenburg für alle Fußballer offen – unabhängig von ihrem Herkunftsland.“ Zuvor hätten die TSVer „leider feststellen müssen, dass die Bezeichnung als Türkischer SV die Außendarstellung des Vereins und der Spieler negativ beeinflusst.“

Für die anlaufende Saison hatte der TSV neben einem B-Junioren-Team zwei Männermannschaften gemeldet. Viele Spieler haben den Verein nach dem Abstieg und den Eklats der vergangenen Zeit allerdings verlassen.

Bei den zuständigen Staffelleitern dagegen ist bisher keine Abmeldung eingegangen. Auch der Fußballbezirk Weser-Ems oder der Kreis Jade-Weser-Hunte sind bisher nicht vom Vorstand des TSV Oldenburg über den Rückzug der Mannschaften in Kenntnis gesetzt worden.

TSV Oldenburg: Ein Fußballverein schafft sich ab

„Offiziell ist uns nicht bekannt, was der TSV Oldenburg vorhat und ob er wirklich dem Niedersächsischen Fußballverband seine Auflösung mitgeteilt hat“, sagt der Staffelleiter der Bezirksliga II, Frank Schulte. Für ihn ist das Verhalten der Vereinsoffiziellen ohnehin nicht nachvollziehbar. „Der Verein ist wegen der Umwertung des Spiels gegen BV Essen bis vor das Oberste Verbandssportgericht gegangen, um den Abstieg aus der Landesliga zu vermeiden. Und jetzt tritt er einfach nicht mehr an und reagiert auf keinerlei Anfragen. Der Fußballbezirk Weser-Ems hätte dem TSV Oldenburg geholfen, wenn der Verein uns um Hilfe gebeten hätte. Was der Verein jetzt aber macht, ist sehr schade“, meint Schulte zum Verhalten der Verantwortlichen des TSV.

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An diesem Sonntag (15 Uhr) steht für den TSV Oldenburg das dritte Punktspiel in der Bezirksliga gegen BW Bümmerstede an. Die Bümmersteder wissen ebenso wie die vorherigen Gegner des TSV nicht, ob der Verein antritt. „Wir sind weder von der Staffelleitung noch vom Verein darüber informiert worden, dass der Club seine Bezirksligamannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen hat. Wir gehen also davon aus, dass wir am Sonntagnachmittag beim TSV spielen werden“, sagt Bümmerstedes Trainer Timo Ehle zum ganzen Hickhack beim TSV, den er 2013 als Trainer in die Landesliga geführt hatte.

Lesen Sie auch: Abstieg – Fußballer verhakeln sich im TSV-Dilemma

Die Bezirksligamannschaft hat allerdings schon vor Saisonbeginn den Trainingsbetrieb vollständig eingestellt. Es gibt keinen Trainer mehr und bei den letzten Übungseinheiten im Juli waren nie mehr als sechs oder sieben Spieler auf dem Trainingsplatz.

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