OLDENBURG - Die Oberliga-Fußballer des VfB Oldenburg dürfen weiter vom Erreichen der lukrativen Hauptrunde im DFB-Pokal träumen. Das Team von Trainer Torsten Fröhling setzte sich am Mittwochabend vor 786 Zuschauern im Marschwegstadion verdient mit 1:0 (1:0) gegen den Ligarivalen BSV Rehden durch und zog damit ins Viertelfinale des NFV-Pokals ein.

Den Siegtreffer hatte Didier Webessie nach einem einstudierten Standard bereits in der 16. Minute erzielt. VfB-Kapitän Alexander Nouri zirkelte einen Freistoß zielgenau auf Robert Littmann, der das Kunstleder per Flugkopfball in den Fünf-Meter-Raum beförderte. Dort brauchte Webessie den Ball nur noch über die Torlinie zu schieben.

Deutlich spektakulärer war der Torjubel des 21-Jährigen, den er formschön mit einem Salto krönte. „Wir waren richtig heiß nach dem ärgerlichen 2:2 zum Saisonauftakt gegen Uelzen und wollten es im Pokalspiel viel besser machen – das ist uns gegen einen starken Gegner gelungen“, freute sich der Torschütze diebisch.

Nur acht Minuten nach dem Tor des Tages hatten die Platzherren allerdings Glück. Ein 18-Meter-Freistoß von Sergej Dikhtjar rauschte nur haarscharf am VfB-Gehäuse vorbei (23.). Bereits in der 7. Minute hatte der äußerst sicher agierende Nils Reinke im Tor der Oldenburger einen Drehschuss von Dikhtjar entschärfen müssen. Auch die letzte Aktion vor der Halbzeitpause gehörte den Gästen. Nach einem Konter traf Erdal Ölge nur das Außennetz (43.).

Nach Wiederbeginn störten die VfBer ihre Gegenspieler früher und agierten viel kompakter in der Defensivarbeit als in den ersten 45 Minuten. In der Offensive setzte Nouri einen Freistoß aus 19 Metern krachend an die Querlatte (58.). Fünf Minuten später hätte Tim Schwarz schon alles klar machen müssen, doch der VfB-Stürmer vergab nach feinem Zuspiel von Philipp Schikora aus fünf Metern kläglich (63.).

Pech hatte Schwarz in der 75. Minute mit einem Flugkopfball, den BSV-Torwart Rene Damerow (ehemals VfB) sicher parierte. Endgültig zum Unglücksraben wurde Schwarz, als er nach einem Nouri-Zuspiel allein auf Damerow zustürmte, den Ball jedoch abermals fahrlässig am Tor vorbeizog (87.).

„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, betonte VfB-Trainer Fröhling nach dem Abpfiff. „Sie hat Leidenschaft gezeigt und in der zweiten Hälfte sehr diszipliniert gespielt. Was die vergebenen Chancen angeht, hoffe ich, dass wir uns die Tore für später aufgehoben haben.“

VfB Oldenburg Reinke - Koch, Petersen, Littmann Isailovic - Webessie (73. Tschalumjan), Schikora, Nouri, Zmijak - Schwarz (90. Wegener), Noparlik (70. Franziskus).

BSV Rehden Damerow - Möllers, Bernholt, Meyer (46. Lodter), Burgardt - Schops, Zimmermann, Ölge (65. Schilling), Schiffbänker (46. Koc) - Belka, Dikhtjar.

Schiedsrichter Zielsdorf (Haselünne).

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)