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NWZonline.de Sport Fußball

So zahlt sich Ausbildung von Talenten aus

07.12.2019

Oldenburg /Nordenham Als Motivationshilfe für den Jahresendspurt könnte den Talenten des JFV Nordwest ein Foto von U-19-Coach Lasse Otremba mit dem nach der Zeit in Oldenburg zum Profi aufgestiegenen Osman Atilgan dienen. Hintergrund für das Treffen in Hamburg war die Auszeichnung, die das Kooperationsprojekt der Stadtrivalen VfB und VfL anlässlich des Zweitliga-Debüts des heute 20-Jährigen im Trikot von Dynamo Dresden für dessen Ausbildung von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) erhalten hat.

Der kleine Bruder folgt

„Osman ist ein kompletter Stürmer, wie man ihn sich als Trainer nur wünschen kann“, meint Otremba. Die größte Stärke sei die Mentalität. „Es gab beim JFV auch schon talentiertere Spieler, aber er hat einen unfassbaren Ehrgeiz“, sagt der JFV-Coach und hat sich riesig gefreut, seinen früheren Schützling wieder einmal getroffen zu haben.

Den Werdegang des Angreifers, den er in der U 15, U 17 und U 19 betreut hatte und dessen Bruder Vedat er aktuell bei den Oldenburger A-Junioren unter seinen Fittichen hat, verfolgt der 29-jährige Cheftrainer natürlich intensiv. In einer U-17-Saison war auch der aktuelle C-Jugend-Coach Wolfgang Horn Trainer des Stürmers.

„Die DFL zeichnet jedes Jahr die Amateurvereine aus, die an der Ausbildung von Zweit- und Erstligaspielern beteiligt waren“, sagt Hendrik Buhl, Nachwuchskoordinator des JFV, der auch für die Zweitliga-Premiere des ehemaligen U-19-Spielers Dominic Volkmer für Jahn Regensburg prämiert wurde. Der 23-Jährige, der zunächst ein Jahr beim VfB Oldenburg gespielt hatte und dann 2018 nach zwei Jahren bei Werder Bremen II zu den Bayern gewechselt war, erhielt dort Anfang dieser Saison ein paar Sekunden in der 2. Bundesliga gegen Hannover 96 (1:1) und volle 90 Minuten im DFB-Pokal gegen Saarbrücken (2:3).

Wenig später wurde der Innenverteidiger wie in der vergangenen Spielzeit wieder an Drittligist Carl Zeiss Jena verliehen. Er sei „stolz, wieder in Jena und beim FCC sein zu dürfen“, meinte der 23-Jährige bei der Rückkehr und probiert seitdem als Abwehrchef, die Defensive des Schlusslichts (17 Spiele, 9 Punkte) zu koordinieren. Nach fünf Gelben Karten in zehn Spielen ist er an diesem Samstag (Anstoß: 14 Uhr) im Heimspiel gegen Unterhaching gesperrt.

Schambeinentzündung

Nachhaltig ist Atilgan aktuell zum Zuschauen verdammt. Er hatte nach seinem Debüt am 23. Dezember 2018 beim MSV Duisburg (3:1) neun weitere Zweitliga-Spiele für Dresden bestritten und beim 3:4 gegen Bielefeld sogar ein Tor erzielt, ehe es im Sommer auch für ihn in die 3. Liga zu Hansa Rostock ging.

Beim Ostsee-Club bremste den 20-Jährigen nach nur zwei Einsätzen aber eine Schambeinentzündung aus. „Ich habe trainiert und trainiert, aber es wurde immer schlimmer und ging irgendwann nicht mehr. Ich konnte kaum laufen“, beschreibt Atilgan seine Probleme, hofft aber, auf der zuletzt durch ein 1:0 gegen Würzburg auf Rang acht gekletterten Hansa-Kogge (17 Spiele, 25 Punkte – an diesem Samstag um 14 Uhr in Uerdingen aktiv) bald wieder mithelfen zu können.

Finanzielle Entlohnung

Für den JFV zahlte sich die Prämierung durch die DFL auch in barer Münze aus. „Die Auszeichnung beinhaltet neben der Bestätigung für eine gute Ausbildungsarbeit auch eine finanzielle Entlohnung“, sagt Buhl. Vereine, die ein Talent vom sechsten bis elften Geburtstag ausgebildet haben, erhalten pro Saison 4200 Euro. Für zwölf- bis maximal 21-jährige Spieler gibt’s je Saison 5400 Euro.

Die vier Jahre, die Atilgan beim 2013 gegründeten Jugendförderverein bis 2017 zum Wechsel nach Dresden verbracht hat, bringen dem JFV also 21 600 Euro. Auch der VfB, wo der Stürmer zuvor drei Jahre gespielt hatte, und der Heimatverein in Nordenham profitieren. „Auf diese Weise wird dem hohen personellen und finanziellen Aufwand, den die Entwicklung von Nachwuchsspielern mit sich zieht, zu einem gewissen Teil Rechnung getragen“, meint Buhl.

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