Oldenburg - Hoher Besuch bei den EWE Baskets Oldenburg: In Stefan Holz war der Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga (BBL) zu Gast beim amtierenden Vizemeister und tauschte sich mit Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller aus. Am Rande seiner Stippvisite am Clubcenter an der Maastrichter Straße bezog Holz gegenüber der NWZ Stellung zur Situation der BBL und des deutschen Basketballs. Holz über . . . die Entwicklung der BBL:
Um Basketball als Sportart Nummer zwei hinter Fußball zu etablieren, will Holz die Bundesliga weiter professionalisieren. „Wir verfolgen einen klaren Plan. Wir brauchen Qualität und Wachstum auf allen Ebenen. Und am Ende des Tages brauchen wir mehr Geld im System“, betonte er. Der leichte Rückgang der ligaweiten Zuschauerzahlen in dieser Saison sei kein Indiz für ein Ende des Wachstums. „Die Hallen sind zu 90 Prozent ausgelastet“, sagte Holz: „Höhere Zuschauerzahlen können wir also nur über neue, größere Hallen erreichen.“
Obwohl die Quoten bei Sport 1 in dieser Saison gestiegen sind, erreichen die Live-Übertragungen im Spartensender kein größeres Publikum. Um mehr Reichweite zu erzielen, bemüht sich die BBL um eine verstärkte Präsenz in den öffentlich-rechtlichen Sendern. „Wir sind da sehr aktiv und bringen uns bei ARD und ZDF immer wieder in Erinnerung“, sagt Holz. Effekte seien spürbar: „Die BBL findet immer öfter in den Regel-Sportsendungen und dem Morgenmagazin statt.“
Neben der sportlichen hob Holz insbesondere die infrastrukturelle Entwicklung der Baskets in den vergangenen Jahren hervor. „Es ist beeindruckend, was in Oldenburg seit dem Aufstieg 2000 passiert ist. Die tolle Halle, das neue Clubcenter, jetzt der Bau von Streetball-Plätzen – und bald soll hier ja auch noch ein Basketball-Campus entstehen“, sagte der BBL-Chef. Die Baskets stellten damit eine „Benchmark“ für andere Clubs dar: „Solch eine Entwicklung wünschen wir uns an allen Standorten.“
