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NWZonline.de Sport Fußball

Oldenburg ist eine Basketball-Stadt – oder?

19.06.2019

Oldenburg Tradition haben beide Sportarten in Oldenburg. Fußball wird seit Ende des 19. Jahrhunderts gespielt, 1954 gründete sich die Basketball-Abteilung des Oldenburger TB. Viele Jahre sind seither ins Land gegangen, die sportlich und wirtschaftlich erfolgreicheren hatte zuletzt der OTB-Nachfolger EWE Baskets Oldenburg. Doch welchen Einfluss hat das auf die Stadt? Ist Oldenburg dadurch eine Basketball-Stadt?

Lesen Sie auch:Welcher Sport prägt Oldenburg am meisten – Fußball oder Basketball?

Pro: Christian Schwarz

NWZ-Redakteur Christian Schwarz

Es war im Jahr 2000, als die Weichen in Oldenburg gestellt wurden: Die Fußballer des VfB traten – pleite und heruntergewirtschaftet – den Weg in die Viertklassigkeit an, der OTB stieg in die Basketball-Bundesliga auf. Was folgte, sind fast 20 Jahre Stagnation (im besten Falle) auf der einen und eine grandiose Erfolgsgeschichte auf der anderen Seite. Mit dem Ergebnis, dass Oldenburg mittlerweile eine Basketball-Stadt ist.

Klar, was die Zahl der Aktiven angeht, ist Fußball der größere Sport. Das ist kein Kunststück, denn Fußball ist Volkssport und in Berichterstattung und Werbung absolut dominant.

Doch womit macht die Sportstadt Oldenburg bundesweit auf sich aufmerksam? Mit Meister- und Vizemeistertiteln? Mit Europapokalteilnahmen? Oder doch eher mit einem 1:1 gegen Drochtersen/Assel? Was die sportlichen Erfolge angeht, ist Oldenburg sogar eher eine Handball- als eine Fußball-Stadt, denn die VfL-Frauen haben bereits 35 Bundesliga-Jahre sowie vier Pokalsiege auf dem Buckel.

Beim VfL fehlt allerdings der Zuschauerzuspruch. Und der ist bei den Baskets höher denn je: 5869 Zuschauer im Schnitt zeigen, welche Sportart in Oldenburg das Zugpferd ist. Das ist übrigens immer noch mehr, als der VfB in den Zweitligajahren 1992/93 oder 1996/97 hatte.

Das wird auch so bleiben, solange die Fußballer in Liga 4 oder 5 dümpeln – und in der EWE Arena Deutschlands Beste ihres Sports antreten. Fast 20 Jahre lang ist das nun schon so. Wer heute 30 Jahre alt ist, kennt Oldenburg nur: als Stadt des Basketballs.

Contra: Thomas Husmann

NWZ-Redakteur Thomas Husmann

Oldenburg ist eine Fußballstadt, was denn sonst? Wenn sich 6000 Zuschauerinnen und Zuschauer in der Halle ein Spiel der Baskets anschauen, sind das wohl auch alle, die sich in der Stadt und im Umland für Basketball interessieren. Dieser Sport ist zu langweilig: Die Saison beginnt erst, wenn die Playoffs starten. Die Tabelle spielt eine untergeordnete Rolle.

Um nicht missverstanden zu werden, der Autor dieses Kommentars hat in den 70er- und 80er-Jahren die Spiele des OTB am Haarenufer und in der Haareneschhalle regelmäßig und leidenschaftlich verfolgt – ist aber auch genauso regelmäßig zum VfB gegangen, an dem auch heute noch, anders als an den EWE Baskets, sein Herz hängt – trotz aller fußballerischer Misserfolge.

Den Beweis dafür, dass Oldenburg eine fußballverrückte Stadt ist, in der die Euphorie ganz leicht zu entfachen ist, tritt das Spiel im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV oder das Aufstiegsspiel gegen Goslar an. Das Stadion am Marschweg war prall gefüllt. Wohlgemerkt – der VfB spielt heute viertklassig. Erstklassigen Fußball gibt’s in Bremen zu sehen, wohin Spieltag für Spieltag tausende Oldenburger fahren.

Und noch ein Beispiel: Können Sie sich vorstellen, dass es bei einer Basketball-WM oder -EM ein Public Viewing mit 10 000 Zuschauern neben der Weser-Ems-Halle gibt? Ich mir auch nicht. Die Misere des VfB – und nicht des Fußballs in der Stadt – ist selbstverschuldet. Sie erreichte Ende der 90er-Jahre einen Höhepunkt, als die Sponsoren vergrault wurden.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2104
Christian Schwarz Redakteur / Online-Redaktion
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