Oldenburg - Überraschung verpasst, zwei wichtige Spieler für die Partie an diesem Dienstag (18.30 Uhr) gegen den VfB Lübeck verloren: Fußball-Regionalligist VfB Oldenburg unterlag am Sonntag gegen den Hamburger SV II mit 1:3 (1:1). VfB-Trainer Stephan Ehlers ärgerte sich nach dem Spiel vor allem über die Gelb-Rote Karte für Gazi Siala und die fünfte Gelbe für Hugo Magouhi. „Damit fehlen uns beide beim nächsten Hammerspiel. Wenn man wie Siala schon Gelb hat, muss man bei den kleinen Scharmützeln einfach cleverer sein und wegbleiben“, kritisierte Ehlers seinen Mittelfeldspieler.

Dabei begann die Partie für den VfB fast wie gemalt, in der 7. Minute kam Hamburgs Abwehrchef Patrick Storb im Strafraum gegen Ibrahim Temin zu spät. Schiedsrichter Tim Skorczyk zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt und Frederik Lach traf mit seinem platzierten Flachschuss zum 1:0. „Das Gegentor war einherber Rückschlag, aber in der Folgezeit konnten wir unser Spiel so aufziehen, wie wir es uns vorgestellt hatten“, meinte HSV-Trainer Steffen Weiß.

Nur zehn Minuten nach dem 1:0 war die Oldenburger Herrlichkeit beendet. Während Daniel Franziskus nach einem harten Zweikampf mit Young-Jae Seo angeschlagen neben der Seitenlinie lag, schoss Törles Knöll den Ball aus zehn Metern links unhaltbar für VfB-Torwart Fabian Klinkmann ins Netz.

Der Gegentreffer brachte den VfB aus dem Rhythmus. Die schnellen Hamburger Außenstürmer Arianit Ferati und Mats Köhlert stürzten die wacklige Oldenburger Hintermannschaft von einer Verlegenheit in die nächste. „Hamburg war ein sehr spielstarker Gegner. Ich hatte nach unserer Führung von meinen Spielern eigentlich eine breitere Brust erwartet“, monierte Ehlers den Bruch im Spiel.

Auch nach Wiederbeginn dominierten die Gäste. Knöll hätte schon früh das 2:1 für die Hamburger machen können, sein Kopfball nach einer Ferati-Flanke ging aber knapp am VfB-Tor vorbei (48.). Sechs Minuten später hatte wieder Knöll das 2:1 für die Gäste auf dem Fuß. Der Unparteiische hatte nach einem Zweikampf zwischen Siala und Köhlert im VfB-Strafraum nach Intervention seines Assistenten erneut auf den Elfmeterpunkt gezeigt. Klinkmann reagierte bei dem Schuss von Knöll glänzend und wehrte den Ball ab.

„Diese Situation hätte uns eigentlich helfen müssen, wir waren aber direkt danach bei den zweiten Bällen nicht wach genug“, monierte Ehlers den Abwehrfehler beim 1:2. Klinkmann hatte einen Flachschuss von Köhlert mit einer erstklassigen Fußabwehr geklärt, beim Nachschuss von Storb sahen seine Vorderleute aber nur schläfrig zu (55.).

Der VfB wurde erst nach dem Platzverweis für Siala (73.) wieder wach und kam auch einige Male in den Strafraum der Hamburger, die bei und nach den Schüssen der Oldenburger aber immer wach waren und klären konnten. Christian Stark entschied schließlich mit seinem Tor zum 3:1 in der 88. Minute die Partie für die Bundesliga-Reserve.

VfB: Klinkmann - Tönnies, Erdogan, Lach, Lingerski - Bastürk (78. Nankishi)- Franziskus, Siala, Celikyurt (58. Richter), Temin (78. Aug) - Magouhi.