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NWZonline.de Sport Fußball

Sommerspiele: Olympia-Gegner warnen vor finanziellen Risiken

03.09.2014

Hamburg Mehr Brot statt Spiele, mehr Transparenz statt Kostenexplosion, mehr Nachhaltigkeit statt kurzes Mega-Event: Die Aktivisten von „NOlympia“ formieren sich gegen eine Bewerbung von Berlin oder Hamburg für Olympische Sommerspiele 2024 oder 2028. Sie kritisieren die mangelhafte Transparenz des Verfahrens und erwarten trotz aller Versprechungen eine Kostenexplosion.

Olympia sei unter den herrschenden Bedingungen ohne eine Reform des Internationalen Olympischen Komitees ein „No-Go“, sagte Dirk Seifert von „NOlympia Hamburg“ am Dienstag: „Ob eine Stadt von Olympia wirklich nachhaltig profitiert oder nur einige wenige große Konzerne ihren Gewinn maximieren, bleibt zu hinterfragen.“

Berlin und Hamburg propagierten bei den Vorstellungen ihrer Konzepte am Montag zwar Nachhaltigkeit, doch das Versprechen der Politik, für Olympia keine neuen Schulden machen zu wollen, hält Seifert nur für ein Lippenbekenntnis: „Jeder Bürgermeister hatte im Vorfeld seiner Spiele gesagt, dass die Kosten nicht explodieren.“

Doch stets trat das Gegenteil ein. Wissenschaftler der Universität von Oxford haben 27 Spiele zwischen 1960 bis 2012 ausgewertet und errechnet, dass die Kosten für Sommerspiele durchschnittlich 252 Prozent über dem Plan lagen. „Olympische Spiele bedeuten unkalkulierbare finanzielle Risiken und eine enorme Einschränkung der Handlungsoptionen der Stadt, weil letztlich das IOC das Ruder in der Hand hält und die Vorgaben macht“, sagte Hauke Benner von „NOlympia Berlin“.

Trotz aller Kritik stehen die Chancen beider Städte gut. „Deutschland ist der ganz klare Favorit“, sagt Sportökonom Wolfgang Maennig. Der Ruder-Olympiasieger von 1988 ist von den Konzepten überzeugt, zudem habe es seit den Sommerspielen 1972 in München kein Olympia mehr in Deutschland gegeben: „Das ist es, was wir dem IOC klarmachen müssen: Deutschland ist dran.“

Derweil hält der DFB an seinen Plänen fest und schürt die Hoffnung auf einen Super-Sportsommer 2024: Präsident Wolfgang Niersbach will von einem Wettbewerb zwischen der avisierten deutschen Bewerbung um die Fußball-EM 2024 und der Kandidatur um die Olympischen Spiele im gleichen Jahr nichts wissen. „Ich sehe da keinen Clash. Eine deutsche Olympia-Bewerbung hätte unseren größten Respekt und Sympathie. Es gibt keinen Wettbewerb“, sagte Niersbach. Gleichzeitig betonte er: „Unser größter Wunsch ist, die EM 2024 in Deutschland auszurichten.“

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