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NWZonline.de Sport Fußball

Protest Gegen Rassismus Und Polizeigewalt: Was bewirken die US-Boykotte?

31.08.2020

Orlando Die Basketball-Stars der Milwaukee Bucks und von Orlando Magic knieten in der leeren und halbdunklen Halle. Sie trugen T-Shirts mit dem Motto der längst weltumspannenden Bewegung „Black Lives Matter“ und schwiegen einen Moment. Vor dem Eishockey-Spiel zwischen den Tampa Bay Lightning und den Boston Bruins war ein Video zu sehen, in dem zum Kampf gegen Rassismus aufgerufen wurde. Auf zwei Bildschirmen leuchtete der Spruch: „This is bigger than sports.“ Das ist größer als Sport.

Größer als Basketball

Nach den beispiellosen Boykotten und Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt nahmen die Top-Ligen in den USA am Wochenende ihren Spiel- und Trainingsbetrieb wieder auf – doch von Normalität ist nicht nur wegen Corona nichts zu spüren. Das Thema Rassismus bleibt omnipräsent.

Insbesondere die NBA-Profis weisen immer wieder auf die Probleme in der amerikanischen Gesellschaft hin. „Das ist größer als Basketball“, sagte Star-Spieler Giannis Antetokounmpo nach dem Sieg seiner Bucks in Orlando gegen Orlando und dem Einzug ins Halbfinale der Eastern Conference am Samstag.

Als erste Profimannschaft hatten die Bucks in der vergangenen Woche ein Playoff-Spiel boykottiert und eine nie da gewesene Protestserie ausgelöst. Aus der WNBA (Frauen-Basketball), MLS (Fußball), MLB (Baseball) und der NHL (Eishockey) hatten sich Teams und Spieler angeschlossen. Mannschaften aus der NFL (American Football) verzichteten auf ihr Training und das Tennis-Masters in New York spielte einen Tag gar nicht.

Die Bucks hatten am Mittwoch stundenlang in der Kabine gesessen und unter anderem mit der Familie von Jacob Blake telefoniert. Der 29-Jährige war vor einer Woche in Kenosha von der Polizei sieben Mal in den Rücken geschossen worden. Milwaukee ist mit dem Auto keine Stunde Fahrtzeit entfernt vom Tatort.

Saisonabbruch diskutiert

In der NBA hatte es seitdem intensive Diskussionen gegeben, ob die Saison überhaupt fortgesetzt werden sollte. Nach mehreren Sitzungen und nachdem unter anderen Lakers-Star LeBron James den Rat von Ex-Präsident Barack Obama angenommen hatte, entschieden sich die Basketballer weiterzuspielen.

Doch manche NBA-Stars sind skeptisch, dass sich etwas ändert. „Ich bin nicht so zuversichtlich, wie ich gerne sein würde“, sagte Jaylen Brown von den Boston Celtics. Es habe zu oft Versprechen für eine Veränderung gegeben.

Die NHL hatte sich mit einem Tag Verzögerung dem Protest angeschlossen. Die Profis begründeten dies in einer eindrucksvollen Pressekonferenz damit, dass sie von den Entwicklungen überrascht worden seien und sich erst austauschen wollten. Dass die von weißen Profis dominierte National Hockey League sich dazu entschloss, am Donnerstag und Freitag auf die Playoffs zu verzichten, war als weiteres starkes Zeichen gewertet worden.

„Das hier ist eine viel stärkere Botschaft als alles, was ein oder zwei Spieler auf dem Eis machen könnten“, sagte der schwarze Profi Ryan Reaves von den Vegas Golden Knights: „Das Gespräch hat angefangen mit weißen Spielern von anderen Teams, die sprechen wollten. Das ist stark.“

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