Osnabrück - Der FC Bayern bleibt ein Rätsel. Vier Spiele hat der Fußball-Rekordmeister seit der bemerkenswerten Pressekonferenz der Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß bestritten, vier Mal verließen die Bayern als Sieger den Platz. Alles gut also? Von wegen! Es läuft nach wie vor überhaupt nicht rund bei den Münchnern, das zeigte sich auch am Dienstagabend beim hauchdünnen 2:1 (2:0)-Sieg in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim Viertligisten SV Rödinghausen in Osnabrück.
Nach zwei schnellen Toren von Sandro Wagner (8.) und Thomas Müller (13.) brachte ein verschossener Elfmeter von Renato Sanches das Bayern-Gebilde gewaltig ins Wanken. „Das war nicht Bayern-like“, meinte Kapitän Manuel Neuer. Sportdirektor Hasan Salihamidzic wirkte ratlos. „Das kann ich mir auch nicht erklären“, sagte er auf die Frage, warum das Münchner Starensemble nach Rödinghausens Anschlusstreffer durch Linus Meyer (49.) bis zum Schlusspfiff um den Sieg gegen den Regionalligisten zittern musste.
Zusätzlich auf die Stimmung drückte der Ausfall von Thiago. Der spanische Nationalspieler erlitt in Osnabrück nach einem Foulspiel einen Riss des vorderen Außenbandes sowie der Gelenkkapsel im rechten Sprunggelenk und wird mehrere Wochen fehlen.
