Magdeburg/Osnabrück - Ihren 1:0-Sieg am Freitag gegen das Schlusslicht VfB Stuttgart II haben sich die Fußballer vom VfL Osnabrück am Sonntag vergolden lassen. Nach der 0:1-Heimniederlage des 1. FC Magdeburg gegen Holstein Kiel verabschiedet sich ein Konkurrent wohl aus dem Rennen um den dritten Platz in der 3. Liga, der am Saisonende zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Die Sachsen-Anhalter haben nun sechs Punkte Rückstand auf den VfL. Der Vorsprung auf die Würzburger Kickers, die auf Rang vier liegen und mit 4:1 gegen Fortuna Köln erfolgreich waren, beträgt bereits vier Zähler.

An der Ligaspitze hat Dynamo Dresden Feder gelassen, bleibt aber trotz des 2:2 gegen Hansa Rostock souveräner Tabellenführer. Daran ändert auch das 4:0 des Zweitplatzierten Erzgebirge Aue gegen den Halleschen FC nichts. Das Traditionsduell zwischen Dynamo und Hansa war ein großes Spektakel mit Toren, Emotionen, Wahnsinnsstimmung und viel Kampf. Das Remis vor 28 622 Zuschauern war leistungsgerecht, auch weil die abstiegsbedrohten Gäste vor dem Favoriten keinerlei Respekt zeigten. „Das war ein richtig geiles Spiel. Hier war alles dabei, das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Hansa-Coach Christian Brand, der als Aktiver für den VfB Oldenburg und Werder Bremen aufgelaufen war.

Getrübt wurde das Duell einmal mehr von gewalttätigen Ausschreitungen. Im Regionalexpress von Dresden nach Leipzig habe sich die Lage laut Bundespolizei so zugespitzt, dass dieser nicht weiterfahren konnte. Den Angaben zufolge war eine sechsköpfige Gruppe Rostocker Anhänger von 15 Dynamo-Fans attackiert worden. Dabei wurde ein Mensch verletzt.