OTTERSBERG - Einen weiteren Schritt in Richtung Regionalliga-Qualifikation hat der VfB Oldenburg mit seinem 1:0-Auswärtssieg am Sonnabend beim TSV Ottersberg gemacht. Vor rund 400 Zuschauern, davon über die Hälfte aus Oldenburg, boten die Akteure bei vorsommerlichen Temperaturen eine Partie, die kaum Oberliganiveau aufweisen konnte.
Dabei waren sich beide Trainer nach der Partie über die gezeigten Leistungen nicht gerade einig. Zwar hatten sowohl VfB-Trainer Andreas Boll als auch sein Gegenüber Axel Sammrey ein eher mäßiges Oberligaspiel gesehen, doch der TSV-Trainer meinte im Gegensatz zu seinem Gegenüber Boll, dass sein Team „auf Grund des großen Kampfgeistes die Begegnung hätte gewinnen müssen“.
Dabei trat der TSV Ottersberg nicht nur ersatzgeschwächt, sondern auch mit großem Respekt vor dem Tabellenvierten aus Oldenburg an. Die Gastgeber stellten von Beginn an die Räume zu, so dass der VfB kaum Chancen für einen geordneten Spielaufbau fand. Den ersten Aufreger einer ansonsten attraktionsarmen ersten Halbzeit gab es in der 31. Minute. Julian Bennert wurde von Torwart Christian Rathjen elfmeterwürdig im Strafraum von den Beinen geholt. Doch statt des erwarteten Pfiffs von Schiedsrichter Everwand gab es nur die Gelbe Karte für den Gefoulten wegen Meckerns.
Neun Minuten später gab es dann für den VfB-Anhang endlich einen Grund zum Jubeln. Alexander Dreher nahm ein Zuspiel von Bennert auf und drosch den Ball mit einem fulminanten Sonntagsschuss unhaltbar in das rechte obere Toreck. „Ich bin froh, dass ich mit meinem ersten Treffer in dieser Saison den Sieg sichergestellt habe“, so der Torschütze.
Mit der 1:0-Führung im Rücken erhofften sich die Fans nun einen befreit aufspielenden VfB in Halbzeit zwei. In Jascha Stern und Julian Harings brachte Boll zwei neue Offensivkräfte, die zwar für etwas mehr Druck sorgten, aber das Niveau des Spiels auch nicht verbessern konnten.
Julian Lüttmann hätte in der 82. Minute alles klar machen können. Marco Wahlers hatte Jascha Stern im Strafraum von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter platzierte Julian Lüttmann so schlecht, dass der Torwart diesen parieren konnte. „Es war mein erster Elfmeter, den ich in einem Pflichtspiel verschossen habe“, sagte der enttäuschte Lüttmann nach Spielschluss. Das änderte aber nichts am Sieg und der Tatsache, dass Trainer Andreas Boll froh über die drei Punkte war: „Es war wichtig, hier zu gewinnen.“
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