PADERBORN - Werder Bremen hat in der Vorbereitung auf die neue Saison der Fußball-Bundesliga die erste Niederlage hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf verlor am Sonntag bei Zweitligist SC Paderborn mit 1:2 (0:1). „Wir können sicher besser spielen, aber die Begegnung hat die derzeitige Situation in der Vorbereitung gezeigt. Der Gegner ist drei Wochen weiter und war daher spritziger, während wir müde wirkten“, sagte Schaaf.
Und wer müde ist, der ist auch unkonzentriert. So fehlte bei der Entstehung des 0:1 durch Testspieler Deniz Yilmaz (35. Minute) ebenso die Aufmerksamkeit wie vor dem zweiten Gegentreffer durch Thomas Bertels (74.). „Manche Situationen haben gezeigt, dass der eine oder andere noch Nachholbedarf hat“, sagte Schaaf.
Namen nannte der 51-Jährige natürlich nicht, doch dürften sich am ehesten Florian Hartherz und Tom Trybull angesprochen fühlen. Auch Torhüter Raphael Wolf, der den haltbaren Schuss von Yilmaz ins kurze Eck gleiten ließ, wirkte nicht immer sicher. Verteidiger Theodor Gebre Selassie war sein sehr kurzer Urlaub nach der EM-Teilnahme mit Tschechien anzumerken. „Wir haben bisher sehr viel im Ausdauerbereich gearbeitet, aber dennoch müssen wir lernen, auch mit schweren Beinen diszipliniert die Ordnung zu halten, denn sonst läuft man unnötig und vor allem Ball und Gegner hinterher“, sagte Schaaf.
Der Trainer gönnte in Paderborn Torwart Sebastian Mielitz, Sebastian Prödl, Lukas Schmitz und Clemens Fritz eine Pause. Zudem fehlten Denni Avdic und der verletzte Philipp Bargfrede, dafür feierte Mehmet Ekici ein allerdings unauffälliges Comeback. Wesentlich auffälliger war da schon Eljero Elia, der vier Minuten nach dem schön herausgespielten Ausgleich durch Zlatko Junuzovic (58.) mit Daniel Brückner aneinander geriet. „Ich hatte meinen Fuß etwas in der Luft, und er trat dagegen. Da habe ich ihm gesagt, dass dies in einem Testspiel unnötig ist“, sagte Elia, der die Szene jedoch ebenso wie Brückner nicht als dramatisch bezeichnete.
Offensiv präsentierten sich die Bremer meist harmlos. „Wir haben uns von hinten heraus sehr schwer getan und zu viele Fehler im Spielaufbau gehabt“, sagte Aaron Hunt.
Einzig Niclas Füllkrug sorgte für Belebung. Drei gute Chancen erarbeitete sich der 19-jährige Nachwuchsstürmer. „Aber es spricht nicht für mich, wenn ich davon keine verwerte“, sagte Füllkrug. Bei soviel Selbstkritik muss Werder dann auch trotz der ersten Testspielniederlage nicht allzu bange sein.
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