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NWZonline.de Sport Fußball

Pechsträhne prallt an Profi ab

08.05.2013

Oldenburg Für Frank Löning besteht derzeit keine Gefahr, durch Schulterklopfer abgelenkt zu werden. Der 31-jährige Fußballprofi erlebt gerade die wohl schwierigste Zeit seiner Karriere. Und in solchen Phasen sind die vielen Menschen, die den Profis sonst ganz nah sein wollen, plötzlich ganz weit weg.

„Ich bin in Herford in der Reha und arbeite an meiner Rückkehr“, sagt der gebürtige Auricher, der beim Zweitligisten SV Sandhausen unter Vertrag steht: „Richtig trainieren und spielen kann ich erst wieder in der neuen Saison.“

Schon zweimal in 2. Liga aufgestiegen

Frank Löning wurde 1981 in Aurich geboren und spielte für den SV Wallinghausen und TuS Esens. Über Kickers Emden und den SV Wilhelmshaven kam er 2006 zu Werder Bremen, wo er in der zweiten Mannschaft eingesetzt wurde. 2008 wechselte er zum damaligen Drittligisten SC Paderborn, mit dem er 2009 in die 2. Liga aufstieg. 2010 wechselte er nach Sandhausen (damals 3. Liga). Mit dem Club stieg er 2012 in die 2. Liga auf.

Im April musste sich Löning wegen eines Knorpelschadens einem Eingriff am Knie unterziehen. Damit stand bereits fest, dass der Kapitän der Sandhauser in dieser Saison nicht mehr spielen würde. Seine Teamkollegen hätten Lönings Unterstützung im Abstiegskampf gut gebrauchen können. Aus der Ferne musste der mit elf Saisontoren beste Angreifer des Aufsteigers dann aber miterleben, dass seine Mannschaft inzwischen als Absteiger aus der 2. Bundesliga feststeht.

„Jetzt haben wir in Sandhausen zumindest Klarheit, wie es weitergeht“, sagt der Kapitän, „nämlich in der 3. Liga“.

Löning will der Mannschaft aus der 14 000-Einwohner-Stadt in Baden-Württemberg in der nächsten Saison helfen, in die 2. Bundesliga zurückzukehren. Obwohl er durch gute Leistungen auch andere Clubs auf sich aufmerksam gemacht hat, bleibt er beim Absteiger. Sein Vertrag gilt auch für die 3. Liga.

Zwar ist es in der Reha ruhig um den Fußballer, allein ist er deshalb aber nicht. „Ich habe noch viele Kontakte zu den Clubs, bei denen ich mal gespielt habe“, erzählt der Angreifer. Dieses Netzwerk und die Unterstützung aus Sandhausen helfe in der augenblicklichen Lage über vieles hinweg. „Außerdem bin ich ein Kämpfer“, sagt Löning: „Ich lasse mich von der jetzigen Situation nicht unterkriegen.“

Trösten kann sich der 31-Jährige auch damit, schon ganz andere, schönere Seiten des Geschäfts kennengelernt zu haben. Im Sommer 2007, als er für Werder Bremen II spielte, nahm Trainer Thomas Schaaf ihn mit ins Trainingslager der ersten Mannschaft in die Schweiz. Dort kam Löning dann in einem Testspiel gegen den FC Liverpool zum Einsatz. Einige Tage später durfte er dann an der Seite von Torsten Frings und Per Mertesacker mit Werder im Ligapokal gegen Bayern München (1:4) ran. Allein zu einem Bundesliga-Einsatz reichte es für Löning nicht.

Wie lange die Karriere noch dauern soll (der Vertrag in Sandhausen läuft bis 2014), ist derzeit offen. „Solange ich fit bin, will ich Fußball spielen“, sagt Löning. Die Gefahr, dass ihn nach seiner Rückkehr Schulterklopfer verwirren, besteht für den bodenständigen Ostfriesen sicherlich nicht.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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