PEWSUM - Fußball-Oberligist VfB Oldenburg hat am Freitagabend auch das zweite Vorrundenspiel des Nordwest-Cups verloren. In Pewsum unterlag das Team von Trainer Joe Zinnbauer vor 630 Zuschauern dem Regionalligisten Kickers Emden mit 0:5 (0:3). Nach der 0:4-Auftaktniederlage gegen Bayern München II am Donnerstag spielt der VfB an diesem Sonnabend (14 Uhr) in Norden gegen den Oberligisten Schalke 04 II um Platz fünf. Im Endspiel (18 Uhr) stehen sich Bayern II und der litauische Erstligist FK Vilnius gegenüber.

Die Oldenburger traten mit einer vollkommen neuen Defensive an. Zinnbauer bot die Testspieler Jan Zimmermann (linker Innenverteidiger) und Matthias Rose (rechter Außenverteidiger) auf. Die etatmäßigen Abwehrspieler Matthias Plump, Rene Wegner und Steven Janßen standen nicht einmal im Kader.

Die Folge: Die Viererkette stand unsicher, und Emden sorgte schon vor dem Seitenwechsel für die Entscheidung. Thomas Klassen (11.), Enrico Neitzel (14.) und Rudolf Zedi sorgten für die 3:0-Pausenführung der Ostfriesen.

In der zweiten Halbzeit erhöhten die Oldenburger zwar den Druck nach vorne, Torchancen blieben aber Mangelware. Ganz anders die Emder. Sie nahmen zwar einen Gang heraus, kamen aber durch Thorsten Nehrbauer (61.) und Bernd Grotlüschen (87.) zu zwei weiteren Toren. „So schlecht, wie das Wetter war, so schlecht haben wir auch gespielt“, meinte Zinnbauer.

Im ersten Spiel schlug Schalke 04 II den SV Werder II mit 4:3 nach Elfmeterschießen (0:0). Begleitet von Blitz und Donner begann das Spiel bei Dauerregen. Auf dem tiefen Boden waren sehenswerte Spielzüge nicht möglich. Die wenigen Chancen resultierten ausschließlich aus Einzelaktionen. Der Schalker Jakob Dallevedore hatte in der 22. Minute die große Möglichkeit, sein Team in Führung zu bringen. Sein fulminanter 20-Meter-Freistoß landete aber an der Latte.

Die jungen Bremer brachten viel Tempo in die Partie, das die Schalker oftmals nicht mitgehen konnten, und sie versuchten den Spielfluss durch Fouls zu unterbinden.

Begleitet wurde das Spiel der Oldenburger von einem massiven Polizeiaufgebot. Die Behörden hatten mit der Anreise mehrerer VfB-Hooligans gerechnet, die mit den Emder Anhängern aneinander geraten könnten. 32 Beamte und 14 private Sicherheitskräfte verhinderten aber Ausschreitungen.

VfB Oldenburg: Evers – Rizzo (46. Puschkaruk), Zimmermann (46. L. Baal), Wojcik, Rose – Eckel (46. Eggert), Thölking, A. Baal (46. Friauf) – Kilicaslan (46. Vulkan Kiril) – Ghasemi-Nobakht, Salomo (46. Dauenhauer).