PIRäUS - Nach den schweren Ausschreitungen von Hooligans beim EM-Qualifikationsspiel gegen Kroatien (2:0) am Freitagabend droht dem griechischen Fußballverband eine empfindliche Strafe. Die Uefa wird die Vorfälle in Piräus untersuchen. Vor der Entscheidung über ein mögliches Disziplinarverfahren werde der Verband die Berichte der Uefa-Delegierten und des Schiedsrichters prüfen, teilte die Europäische Fußball-Union am Sonntag mit.
Nur wenige Minuten nach dem Anpfiff war auf der Tribüne ein Molotowcocktail gezündet worden, der im Gästeblock mit einer meterhohen Stichflamme explodierte. Zudem flogen Rauchbomben. Der englische Schiedsrichter Howard Webb unterbrach die Partie für sechs Minuten. Rund hundert griechische Krawallmacher, einige von ihnen mit Motorradhelmen, drangen in den Nachbarblock der kroatischen Fans ein. Diese rissen Sitze aus der Verankerung und schleuderten sie auf die Polizei. Ein Kroate soll nach nicht bestätigten Informationen verletzt worden sein. Zwei Personen wurden festgenommen.
