Berlin - Torlinientechnik, Felix Brych – war da nicht was? Und ob! Die Ironie ist deshalb fast schon beißend: Nur weil der Phantomtor-Schiedsrichter vor rund eineinhalb Jahren die Torlinientechnik nicht zur Verfügung hatte, als er sie dringend brauchte, kommt es beim DFB-Pokalfinale an diesem Sonnabend (20 Uhr/ARD) zum Premiereneinsatz des Hilfsmittels in Deutschland – und der Münchner darf ihn an vorderster Stelle miterleben.

Die monatelangen Diskussionen nach der Fehlentscheidung Brychs beim „Nicht-Tor“ von Stefan Kießling am 18. Oktober 2013 in Sinsheim haben dazu geführt, dass der VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund als erste deutsche Clubs in den Genuss der Technik kommen werden. Den Weg für die Torlinientechnik hatten die Bundesligisten vergangenen Dezember frei gemacht.

Die finale Ursache für die Einführung der Technik lag beim Pokal-Endspiel vor einem Jahr. Der nicht anerkannte Treffer des Dortmunders Mats Hummels im Spiel zwischen Bayern München und dem BVB (2:0 n.V.) fachte die Diskussion rund ein halbes Jahr nach dem Phantomtor noch einmal so an, dass sich die Clubs zur Einführung genötigt sahen.

Nach dem Debüt im Pokal soll die neue Technik ab der kommenden Spielzeit auch in der Bundesliga zum Alltag gehören. Der verbindliche Einsatz ist ab dem nächsten Pokal-Viertelfinale geplant.