Dortmund - Rückkehr nach München oder Verbleib in Dortmund? Im Werben um Mats Hummels sind ausländische Clubs wohl aus dem Rennen. Dem Vernehmen nach will sich der Weltmeister nur zwischen den beiden Offerten der nationalen Branchenführer entscheiden. Noch hat der Revierclub die Hoffnung auf eine Verlängerung des bis 2017 datierten Vertrags nicht aufgegeben. Doch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke deutete an, wie schwer die Gespräche werden: „Egal, wie sich irgendwo irgendein Spieler entscheidet: Wir zeigen seit fünf Jahren, dass wir alle Spieler ersetzen können. Borussia Dortmund ist kein Thema von Einzelschicksalen.“

Der Poker um Hummels geht in die entscheidende Runde. Nach Informationen der „Bild“ liegt ihm ein unterschriftsreifer Vierjahresvertrag der Bayern vor. Finanzielle Aspekte sollen in den Überlegungen von Hummels jedoch eine eher untergeordnete Rolle spielen. Die Borussia wäre bereit, beim Gehalt für den 27-Jährigen in neue Dimensionen vorzustoßen. Watzke: „Um Mats werde ich kämpfen, wie ich noch nie um einen Spieler gekämpft habe.“

Standortnachteile schwächen jedoch die Verhandlungsposition des BVB-Chefs. Schließlich punktet die bayerische Landeshauptstadt als familiärer Fixpunkt der Hummels: Die Nähe zur Mutter, zum Vater und zum Bruder wäre garantiert, Ehefrau Cathy stammt aus Dachau. Zudem lockt einen ehrgeizigen Spieler wie Hummels bei aller emotionalen Bindung zum BVB die bessere Aussicht auf weitere nationale und internationale Titel. Der Ärger, dass die einstigen Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld und Jürgen Klinsmann damals keine Verwendung für den in der Münchner Jugend ausgebildeten Profi sahen, ist ohnehin längst verflogen .

Dagegen sind die Verhandlungen mit Marcel Schmelzer zu Ende. Der Außenverteidiger verlängerte am Montag seinen Vertrag bis 2021. Er war neben Hummels, Henrikh Mkhitaryan und Ilkay Gündogan der vierte Profi mit einem nur bis 2017 gültigen Kontrakt. Die Gespräche mit Mkhitaryan dauern an, Gündogan soll vor einem Wechsel zu Manchester City stehen.