Makaay holt auf
16 Tore: Miroslav Klose (Werder). 13 Tore: Halil Altintop (Kaiserslautern). 12 Tore: Ebi Smolarek (Dortmund). 10 Tore: Roy Makaay (FC Bayern), Diego Klimowicz (Wolfsburg).Elf des 18. SpieltagesButt (Leverkusen) – Sagnol (FC Bayern), Wörns (Dortmund), Chris (Frankfurt) – Polak (Nürnberg), Rosicky (Dortmund), Dabrowski (Hannover), Willi (Duisburg) – Zidan (Mainz), Makaay (FC Bayern), Thurk (Mainz).Der 19. SpieltagSonnabend: Eintr. Frankfurt - Hertha BSC, FC Bayern - Bayer Leverkusen, Schalke 04 - Bor. Dortmund, MSV Duisburg - 1. FC K’lautern, 1. FC Köln - VfB Stuttgart, Werder Bremen - Mainz 05, Hamburger SV - Arminia Bielefeld (alle 15.30 Uhr). Sonntag: VfL Wolfsburg - Bor. M’gladbach, Hannover 96 - 1. FC Nürnberg (beide 17.30 Uhr).Von Oliver Schulz
Spätestens seit den offe-nen Eistanz-Meisterschaften am Hamburger Millerntor hat man das Gefühl, dass der Fußball selten großes Kino, dafür häufiger mittelmäßiges Fernsehen ist. So hatte auch der erste Rück-runden-Spieltag der Fußball-Bundesliga kaum Kleinkunst zu bieten.Die Neubesetzung am Sonnabend bestand aus einer weiblichen Hauptrolle, einigen tragischen Helden sowie einem Hanswurst.
Da Thomas Gottschalk vom Fernsehzuschauer traditionell einen Überziehungskredit erhält, musste ZDF-Debütantin Katrin Müller-Hohenstein 18 Minuten später als geplant im dann nicht mehr ganz so „Aktuellen Sportstudio“ aufs Parkett. Klischees und Vorurteile bediente sie jedoch nicht – Schalke 04 blieb Schalke 04.Die große Telenovela der DFL heißt „Das Krankenhaus am Rande der Stadt“. Zu den bedauernswerten Wiederaufnahmen gehört neben dem Bremer Miroslav Klose seit Sonnabend Marek Mintal. Fünf Monate lang arbeitete der Nürnberger Torjäger für die erfolgreiche Rückkehr auf den Platz; eine Spielminute und einen Mittelfußbruch später war die Hoffnung auf ein Happyend dahin.
Eine weitere Arztserie geht in Wolfsburg auf den Sender. Dort hatte sich Andres D’Alessandro krank gemeldet. „Unsere Mediziner haben ihn gründlich untersucht, aber nichts gefunden“, konstatierte Dr. Augenthaler, der neue Chefarzt des VfLW-Hospitals, und kündigte einen eigenen Eingriff an: „Mal sehen, ob ich beim nächsten Training etwas finde.“
Der erste Auftritt des Schweizer Trainers Hanspeter Latour erinnerte an „Heidi in der großen Stadt“. Im beliebten Kinderbuch findet alles ein gutes Ende, was angesichts des Kölschen Klüngels nicht zu erwarten ist. Gegen den Boulevard der Domstadt und die Jecken Overath, Glowacz und Meier ist Fräulein Rottenmeier die Mutter der Nation.
