Saarbrücken - Der frühere Fußball-Profi Michael Krätzer hat einen angeblichen Manipulationsversuch des 1. FC Nürnberg in der Bundesliga-Saison 1992/93 öffentlich gemacht. „Wir waren praktisch abgestiegen. Am letzten Spieltag mussten wir nach Nürnberg, für die ging es noch um den Klassenerhalt. Einen Tag vor dem Spiel erhielten wir einen Anruf aus Nürnberg. Sie fragten uns, was wir für eine Niederlage haben wollten“, sagte der damalige Stürmer des 1. FC Saarbrücken dem Magazin „11Freunde“.

„Wir hatten uns schon geeinigt“, berichtete der heute 53-Jährige weiter: „Die Kohle sollte direkt in die Mannschaftskasse gehen, für die Abschlussfahrt. Dann ging das eine Weile hin und her. Unfassbar viele Telefonate. Die Nürnberger machten im Endeffekt einen Rückzieher, weil Andreas Köpke strikt dagegen war.“ Das Spiel gewann Nürnberg mit 4:1, der FCN hielt die Klasse. Nach der Saarbrücker Führung durch Yuriy Savichev (19. Minute) trafen Dieter Eckstein (21.), Reinhold Hintermaier (33), Thomas Kristl per Eigentor (44.) sowie Thomas Brunner (85.) für den „Club“.

„Ob am Ende trotzdem alles sauber lief, bezweifele ich aber“, sagte Krätzer: „Zwei von uns haben mit so angezogener Handbremse gespielt, wie ich es noch nie zuvor von ihnen gesehen hatte.“

Gerüchte um einen entsprechenden Manipulationsversuch beim betreffenden Spiel hatte es in der Vergangenheit schon häufiger gegeben.