Frankfurt/Berlin - Der frühere Schalke-Coach Jens Keller soll den 1. FC Union Berlin in die Fußball-Bundesliga führen, Falko Götz den FSV Frankfurt vor dem Sturz in die Drittklassigkeit bewahren. Keller tritt seine Arbeit bei den „Köpenickern“ erst kommenden Sommer an.

Für Götz beginnt die Rettungsmission bei den Hessen sofort. „Ich bin heiß, ich bin bissig und ich bin überzeugt, mit der Mannschaft den Klassenerhalt zu schaffen“, sagte Ex-Profi Götz. Der FSV hat nur vier Punkte Vorsprung auf den Relegations-Platz 16. Nach dem 1:4 beim VfL Bochum zog die Vereinsführung die letzte Option fünf Spieltage vor dem Saisonende und trennte sich von Trainer Tomas Oral. „Wir haben einen Negativlauf und brauchen deshalb jemanden, der Erfahrung hat, geil auf die Aufgabe ist und diese bewältigen will und wird“, erklärte FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger.◘

Für Götz, der zuletzt beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken gearbeitet hatte, ist die Lage ernst, aber keineswegs aussichtslos. Am Freitag hat er gleich ein richtungweisendes Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten SC Paderborn. Weitere Gegner im Abstiegs-Showdown sind Sandhausen, Kaiserslautern, Düsseldorf und 1860 München.

Die Spieler des 1. FC Union wurden ◘völlig von der Nachricht überrascht, dass Keller ab der kommenden Saison die Berliner trainieren wird. „In der letzten Zeit wurde viel spekuliert. Aber keiner lag richtig. Es muss alles im Hintergrund abgelaufen sein. Wir haben davon in den letzten Wochen gar nichts mitbekommen“, erklärte Kapitän Benjamin Kessel. Mehr als anderthalb Jahre nach der Trennung von den „Königsblauen“ hat Keller also eine neue Aufgabe gefunden, bis zum Ende der Spielzeit wird Union noch von André Hofschneider betreut. Cheftrainer Sascha Lewandowski hatte vor Kurzem aufgrund einer Burnout-Erkrankung seinen Rücktritt erklärt.

Keller erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018. Mit seinem Dienstbeginn läuft der Auftrag, die „Eisernen“ in die Bundesliga zu führen und unter den Top 20◘ im deutschen Fußball zu etablieren.