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NWZonline.de Sport Fußball

Gruppe F: Punktgewinn versetzt Isländer in Euphorie

16.06.2016

Saint-Étienne Der Staatschef Olafur Ragnar Grimsson bejubelte den beeindruckenden EM-Auftakt zusammen mit Islands Spielern in der Umkleidekabine. Zehntausende Anhänger verwandelten Saint-Étienne zu einer nächtlichen Party-Metropole. Das hart erkämpfte 1:1 gegen den EM-Mitfavoriten Portugal im ersten isländischen Spiel bei einem Fußball-Großereignis versetzte die Einwohner des 320 000  Einwohner kleinen Staates in ungekannte Ausnahmestimmung.

„Helden“, titelte Islands größte Tageszeitung „Frettabladid“ schlicht, Starprofi Eidur Gudjohnsen prognostizierte stolz: „Nach so einem Ergebnis werden die Leute beginnen, uns noch ein bisschen mehr zu respektieren.“

Mehr als 30 000 Fans waren nach Schätzungen mit zur EM-Premiere ihres Landes nach Frankreich gereist, das entspricht fast zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Diejenigen, die zu Hause geblieben waren, fieberten vor den Fernsehgeräten mit; die Straßen der Hauptstadt Reykjavik waren am Dienstagabend wie ausgestorben. „Wir haben im Sport so oft gezeigt, dass wir unerwartet stark sein können“, sagte Gudni Johannesson, aussichtsreichster Kandidat bei der isländischen Präsidentenwahl am 25. Juni. Noch-Amtsinhaber Olafur Ragnar Grimsson ließ es sich wie auch der in Island geborene deutsche Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson nicht nehmen, das historische Ereignis sogar selbst vor Ort mitzuerleben.

„Die Menschen haben an diesem Abend gesehen, warum wir hier bei der EM sind“, formulierte Gudjohnsen, einziger ausgemachter Star in der Fußballgeschichte Islands. 2009 gewann der Stürmer mit dem FC Barcelona die Champions League, im Alter von inzwischen 37 Jahren hat er seinen sportlichen Zenit aber längst überschritten. Gegen Portugal saß er 90 Minuten auf der Bank – ohne sich persönlich beleidigt zu fühlen.

Birkir Bjarnason, der den Ausgleich erzielt hatte (50. Minute), bemerkte: „Jeder Spieler verdient großes Ansehen. Wir waren 90 Minuten lang großartig und könnten nicht glücklicher über ein 1:1-Unentschieden sein.“

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