Vechta - Es war kurz vor 22 Uhr am Montagabend, als im Rasta-Dome in Vechta alle Dämme brachen. Spieler, Verantwortliche und Fans bejubelten den Aufstieg von Rasta Vechta in die Basketball-Bundesliga, den die Mannschaft von Trainer Andreas Wagner durch einen 78:55 (37:24)-Sieg gegen die Rockets Gotha perfekt gemacht hatte.
Durch den Erfolg vor 3140 begeisterten Zuschauern entschied Vechta die Halbfinalserie der Zweitliga-Playoffs mit 3:0 für sich, als Finalteilnehmer steht die Rückkehr in die Eliteklasse fest. Rastas Debüt in der Bundesliga war in der Saison 2013/14 mit dem direkten Wiederabstieg geendet.
In der kommenden Spielzeit will es der Club erneut mit den besten Basketball-Teams Deutschlands wie den Baskets Bamberg, Bayern München oder den EWE Baskets Oldenburg aufnehmen. Sollte den Eisbären Bremerhaven der Klassenerhalt gelingen, wäre der Nordwesten künftig mit drei Clubs in der Bundesliga vertreten.
Zweiter Aufsteiger neben Vechta ist Science City Jena. Die Thüringer gewannen am Montagabend gegen die Gladiators Trier mit 73:64 (35:34) und setzten sich in der Halbfinalserie ebenfalls glatt mit 3:0 durch. Vechta und Jena spielen nun noch in zwei direkten Duellen um den Meistertitel der zweiten Liga. Das Final-Hinspiel findet am Donnerstag, 5. Mai, in Jena statt, drei Tage später (Sonntag, 8. Mai) genießt Vechta als Hauptrundenerster Heimrecht.
Ihr Ziel haben die Vechtaer schon jetzt erreicht. Mit dem Aufstieg krönte Rasta eine überragende Saison, am Montag feierte die Mannschaft ihren 25. Sieg in Serie. Bester Werfer war Devin Gibson (16 Punkte). In der hitzigen Schlussphase kam es allerdings zu einigen unschönen Szenen: Einige Zuschauer bewarfen Akteure von Gotha mit Münzen, kurz darauf kassierte Gäste-Trainer Chris Ensminger wegen Meckerns sein zweites technisches Foul. Ensminger musste den Innenraum verlassen, ließ sich bei seinem Abgang aber aufreizend viel Zeit. Als der Coach den Rasta-Fanblock passierte, warfen einige Anhänger Becher in seine Richtung, getroffen wurde Ensminger nicht.
Die Fußball-Legende Rudi Völler (56) weilte derweil nicht in der Halle. Der Vater von Gothas Spieler Marco Völler (27) und Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten Bayern Leverkusen hatte seinen Besuch angekündigt, war aber auf dem Hinweg auf der Autobahn in einen langen Stau geraten.
