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NWZonline.de Sport Fußball

Manipulation: Reichenberger im Wettskandal entlastet

11.02.2011

BOCHUM Die ehemaligen Bundesliga-Profis Thomas Reichenberger und Sascha Kirschstein waren nicht in den Fußball-Wettskandal verstrickt. Gegen den ehemaligen Stürmer des VfL Osnabrück und den aktuellen Torwart des Zweitligisten FC Ingolstadt habe sich der Verdacht nicht bestätigt, berichtete Thomas Lücke, Leiter der Ermittlungskommission „Flankengott“, als Zeuge im Prozess vor dem Bochumer Landgericht.

„Wir haben festgestellt, dass Reichenberger nichts damit zu tun hat“, sagte Kriminalhauptkommissar Lücke. Das Verfahren gegen den 36-Jährigen stehe laut Staatsanwalt Andreas Bachmann „unmittelbar vor dem Abschluss“. Auch Kirschstein, der als Schlussmann des damaligen Zweitligisten Rot Weiss Ahlen ins Visier der Ermittler geraten war, sei unschuldig. „Er sollte angeblich bestochen worden sein, aber das stimmte nicht“, erklärte Lücke.

Kirschstein lehnte ab

Kirschstein sollte vom mutmaßlichen Haupttäter Marijo C. zur Manipulation des Zweitligaspiels der Ahlener gegen Rostock (0:2) am 4. Oktober 2009 gewonnen werden. Der frühere HSV-Torwart bestritt jegliche Beteiligung. Das Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen den 30-Jährigen ist laut Bachmann aber noch nicht abgeschlossen.

Reichenberger war ebenfalls nach der Aufdeckung des Wettskandals Ende 2009 unter Verdacht geraten. Er bestritt ebenfalls jegliche Beteiligung und wandte sich sogar selbst an die Bochumer Staatsanwaltschaft, um auszusagen. Der Angeklagte Nürettin G., der Bestechungsversuche mit Osnabrücker Spielern zugegeben hat, entlastete Reichenberger in seinen Vernehmungen. Dieser beendete seine Profikarriere nach der Saison 2009/10, spielt noch in der Oberliga-Mannschaft und arbeitet in der Marketingabteilung des VfL Osnabrück.

Lücke führte aus, dass die Gelder der mutmaßlichen Wettmafia durch ein international verzweigtes Netz flossen. Der bereits einmal als Wettbetrüger verurteilte Ante S. habe Konten in Malaysia und Kroatien gehabt und seine Wetteinsätze über China zu einem Londoner Wettagenten transferiert, der für ihn in Asien Wetten platziert habe. Ante S., so Lücke, habe Wettgewinne auf der Isle of Man geparkt, „dort liegen noch sehr hohe Beträge“.

Erste Urteile im März

Der Vorsitzende Richter Carsten Schwadrat kündigte derweil für März die ersten Urteile an. Den insgesamt vier Beschuldigten wird vorgeworfen, Spiele in Deutschland und dem europäischen Ausland manipuliert und Beträge darauf gewettet zu haben.

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