Berlin - Wegen der Ausblendung des „Flitzers“ bei der TV-Übertragung des WM-Gruppenspiels Deutschland - USA (1:0) wirft Geschäftsführer Andreas Rettig von der Deutschen Fußball Liga (DFL) dem Weltverband Fifa „eine Form der Zensur“ vor.
„Wenn ein Spiel unterbrochen wird und eine Szene Einfluss auf das Spiel hat, muss das im TV zu sehen sein. Wir hätten die Szene in der Bundesliga definitiv gezeigt“, sagte Rettig der „Bild am Sonntag“.
Bei dem Spiel am vergangenen Donnerstag in Recife war ein Zuschauer mit einer Fahne des deutschen Double-Gewinners Bayern München während der laufenden Begegnung auf das Spielfeld gestürmt. Die Fifa-Regie gab allerdings zu diesem Zeitpunkt lediglich Bilder von den Stadionrängen mit jubelnden Zuschauern frei, bis der „Flitzer“ vom Ordnungsdienst abgeführt worden war.
Abgesehen von seiner Verärgerung über die Beeinflussung der Berichterstattung durch die Fifa betrachtet Rettig das WM-Turnier in Brasilien unter anderem als Werbung für die Bundesliga: „Der Fußball spricht während der WM auch Menschen an, die sich sonst nicht für Fußball interessieren. Das ist ein sehr positiver Effekt.“
