Monaco - Um 18.57 Uhr am Donnerstagabend war Franck Ribéry der neue Fußball-König Europas: Als Uefa-Präsident Michel Platini bei der Bekanntgabe von Europas Fußballer des Jahres der Saison 2012/13 den Namen Ribéry verkündete und sich die Gäste im Grimaldi Forum in Monte Carlo von den Plätzen erhoben, um dem kleinen Franzosen zu huldigen, war der 30-Jährige im feinen grauen Zwirn sichtlich gerührt. Er dankte zunächst seinen Teamkollegen von Bayern München und seiner Familie. „Das ist ein sehr spezieller Moment. Diese Auszeichnung krönt ein ganz besonderes Jahr“, sagte Ribéry.
Die minutenlangen Ovationen genoss der Offensivspieler von Triple-Gewinner Bayern München in vollen Zügen, schließlich hatte sich Ribéry mit 36 Stimmen gegen den viermaligen Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona (13) und Cristiano Ronaldo von Real Madrid (3), der erst gar nicht ins Fürstentum angereist war, durchgesetzt. Messi klatschte und war einer der ersten Gratulanten.
„Er ist hoch verdient Europas Fußballer des Jahres geworden. Franck stellt Extraklasse dar und es ist schön, dass dies auch europaweit so gesehen wurde und nicht nur in Deutschland“, kommentierte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge das Abstimmungsergebnis durch 53 europäische Fußball-Journalisten.
Bayern Münchens Sport-Vorstand Matthias Sammer, vor Ribéry 1996 letzter Titelträger aus der Bundesliga, lobte den Franzosen in den höchsten Tönen. „Ich freue mich sehr für Franck“, sagte er und fügte an: „Es gibt in Deutschland viele gute, junge Spieler, da war es nur eine Frage der Zeit, bis diese Ehre wieder einmal einem Deutschen zuteil wird. Und Franck ist schon so lange hier, er ist ja ein halber Deutscher.“
Der offensive Mittelfeldspieler steht seit 2007 beim FC Bayern unter Vertrag. Zuvor hatte er unter anderem für Olympique Marseille und Galatasaray Istanbul gespielt.
