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NWZonline.de Sport Fußball

Brasilien kann’s auch ohne Neymar

09.07.2019

Rio De Janeiro Ein Talent fern von Europa, ein Torjäger mit Ladehemmung auf großer Bühne, ein in Rekordzeit genesener Mumps-Kranker: Hinter den Geschichten stehen Namen, die Brasiliens Fußball-Nationalmannschaft befreit von Superstar Neymar – verletzt aus dem Kader gestrichen – zum Triumph bei der Copa América daheim führten. „Auch die Teamarbeit ist wichtig“, sagte Nationaltrainer Tite nach dem 3:1 im Finale der Südamerika-Meisterschaft gegen Peru.

Und hob beispielhaft einen seiner neuen Helden heraus: Everton Sousa Soares (23), einziger von nur drei in der Heimat agierenden Profis im Copa-Kader, der nach seinem Tor im Finale (15. Minute) zum Spieler der Partie gewählt wurde, und nun mit seinem dritten Treffer gar die Torjägerkrone der Copa gewann. Am Talent von Gremio Porto Alegre, wo er wegen Ähnlichkeit mit einer Comicfigur den Spitznamen Zwiebelchen (Cebolinha) verpasst bekam, soll auch Bayern München Interesse haben.

Für Gabriel Jesus von Englands Meister Manchester City war das Finale ein Ritt zwischen Himmel und Hölle. Der Rekordtorjäger in der Ära Tite (18 Tore), der in seinen ersten neun Turnierspielen bei WM und Copa Ladehemmung hatte, traf wie im Halbfinale gegen Argentinien erneut (45.+3), schwächte dann aber die Selecao mit einer Gelb-Roten Karte (70.).

Die kurioseste Finalgeschichte schrieb jedoch Richarlison. Nur zehn Tage nach der Diagnose auf Mumps kam der 22-Jährige von englischen Premierligisten FC Everton in den Schlussminuten zum Einsatz, verwandelte den vom Ex-Frankfurter Carlos Zambrano an Everton verursachten Elfmeter (90.).

Bei so viel Unbekümmertheit brauchte es für den neunten Copa-Titel der Selecao jedoch auch Erfahrung. Und die kam in Person von Dani Alves – mit nun 40 Pokalen größter Titelhamster im Weltfußball. Und zum besten Spieler des Turniers gewählt. In die Finalstatistik gehören noch der zwischenzeitliche Ausgleich Perus durch den ehemaligen Bundesligaprofi Paolo Guerrero per Handelfmeter (44.) sowie die Wahl von Liverpools Alisson zum besten Torhüter des Turniers.

Mexiko hat indes das Duell gegen die USA für sich entschieden und zum achten Mal den Gold Cup gewonnen. Die Mexikaner setzten sich im Endspiel in Chicago gegen den Titelverteidiger 1:0 durch. Jonathan dos Santos (73.) erzielte vor 62 493 Zuschauern das entscheidende Tor für die „El Tri“.

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