ROSTOCK/BREMEN - Das zarte Pflänzchen des Aufschwungs wollen die Bundesliga-Fußballer von Werder Bremen an diesem Dienstag (20 Uhr, Ostsee-Stadion) bei Hansa Rostock pflegen. Nach zwei Siegen in Folge steuern die Bremer ihrer fünften Championsliga-Teilnahme nacheinander entgegen.
In der Startelf steht vermutlich Ivan Klasnic, da Markus Rosenberg wegen einer Gelbsperre zuschauen muss. Klasnic, der beim 5:1-Sieg gegen Schalke 04 seine Saisontore vier und fünf erzielt hatte, setzt im Poker um einen neuen Vertrag bei Werder offenbar auf den Faktor Zeit. Denn von Tag zu Tag wird die Liste potenzieller neuer Arbeitgeber länger und seine Position in den Verhandlungen mit den Bremern damit besser: Nach Hannover 96, Schalke 04, dem Hamburger SV und Hertha BSC sollen nun auch Werders Uefapokal-Gegner Glasgow Rangers sowie dessen Stadtrivale Celtic Glasgow Interesse an einer Verpflichtung des Kroaten haben.
Der 28-Jährige hält sich bedeckt, wenn es um den Stand der Gespräche mit Werder-Manager Klaus Allofs geht. „Wir werden sehen“, lautet die immergleiche Antwort von Klasnic.
In Rostock ist derweil der Einsatz von Petri Pasanen fraglich. „Er hat seit dem Spiel gegen Schalke leichte Schwierigkeiten mit der Muskulatur“, sagte Trainer Thomas Schaaf. Der Finne, der jüngst als Linksverteidiger spielte, könnte durch Dusko Tosic oder Patrick Owomoyela ersetzt werden. Dieser war zuletzt bei der 0:1-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg am 16. März in der Bundesliga zum Einsatz gekommen.
Frank Pagelsdorf kündigt unterdessen ein offensives Auftreten seines Teams an. „Wir spielen auf Sieg“, sagte der Rostocker Trainer. Lob zollte der 50-Jährige dem Perspektivspieler Fin Bartels, der beim 2:1-Sieg beim Karlsruher SC erstmals im Sturm spielte und beide Rostocker Treffer markierte. „Er ist eine neue Alternative auf dieser Position“, sagte Pagelsdorf und befand zudem, dass Tim Sebastian als rechter Verteidiger einen guten Eindruck gemacht habe. Sebastian spielte beim KSC auf der Außenbahn und wird wohl auch gegen Werder einen Einsatz
auf dieser Position erhalten. Für das 24. Duell beider Mannschaften in der Bundesliga werden nach Rostocker Vereinsangaben bis zu 20 000 Zuschauer erwartet.
