ROSTOCK - Werder Bremen hat mit dem dritten Sieg in Folge den Anspruch auf einen Championsliga-Platz untermauert und den zweiten Rang in der Fußball-Bundesliga verteidigt. Das Team von Trainer Thomas Schaaf feierte einen 2:1 (0:0)- Erfolg bei Aufsteiger Hansa Rostock. Torsten Frings erzielte mit seinem ersten Saisontor die Führung (57.), ehe Sebastian Hähnge (76.) ausglich. Ivan Klasnic erzielte in der 82. Minute im Nachschuss den Siegtreffer, nachdem Naldo zuvor mit einem Foulelfmeter an Hansa-Torhüter Stefan Wächter gescheitert war.
„Ich muss da halt stehen und ihn reinmachen. Und das habe ich gemacht“, sagte der Schütze des entscheidenden Treffers, der bereits gegen Schalke zweimal erfolgreich gewesen war.
Werder tat sich vor 22 000 Zuschauern in der Rostocker Arena in einem niveauarmen ersten Durchgang schwer. Das Bremer Team, das drei Tage nach dem beeindruckenden 5:1-Sieg gegen Schalke auf den gelbgesperrten Stürmer Markus Rosenberg verzichten musste, fand kaum ein Mittel gegen die sehr kompakte Hansa-Defensive. „Wir haben nicht die Ruhe bewahrt und uns damit das Leben selbst schwer gemacht“, monierte nach dem Abpfiff Trainer Schaaf.
Die Rostocker mussten durch die Niederlage einen Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen und kassierten die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Spielen.
Die Hausherren zogen sich meist mit zehn Mann in die eigene Hälfte zurück und erstickten so die wenig überraschenden Werder-Angriffe schon im Keim. Folglich sorgten die Gäste nur durch einen Distanzschuss von Frings (18.) und einen Freistoß von Naldo (20.) für Gefahr. Doch beide scheiterten wie Petri Pasanen (38.) an Hansa-Schlussmann Wächter.
Die Gastgeber lauerten dagegen auf Ballverluste der Bremer. Zwar endeten die wenigen Rostocker Konter meist am gegnerischen Strafraum, doch das Pagelsdorf-Team wurde mit fortlaufender Spielzeit mutiger.
Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel hatten die Werderaner allerdings Glück als Per Mertesacker nur die Gelbe Karte sah. Der Nationalverteidiger hatte als letzter Mann den durchgestarteten Fin Bartels festgehalten.
Da ein vernünftiger Spielaufbau auf dem holprigen Rasen kaum möglich war, fiel die Führung durch ein Traumtor aus 30 Metern Entfernung. Frings traf dabei genau in den Winkel. Dem Siegtreffer ging ein Foul von Gledson an Frings voraus. Wächter parierte zwar den Elfmeter, doch Klasnic verwandelte den Abpraller.
