Leverkusen - Bayer Leverkusen hat Sascha Lewandowski ein perfektes Comeback als Interimstrainer beschert. 330 Tage nach seinem Abschied von der Bundesliga-Bühne feierte der 42-Jährige mit seiner neu motivierten Fußball-Truppe einen verdienten 2:1-Heimsieg gegen Hertha BSC.
Routinier Stefan Kießling mit seinem 15. Saisontreffer nach 40 Sekunden und Julian Brandt (24. Minute) schossen die Werkself aus der Krise auf Platz vier. Für die Berliner, die nach der 13. Saisonniederlage als Zehnter weiter im Mittelfeld der Tabelle dümpeln, traf der Ex-Bremer Sandro Wagner (38.), der für den verletzten Adrian Ramos spielte. Der knappe Sieg ging völlig in Ordnung, weil Bayer mehr Spielanteile und die besseren Chancen hatte.
Lewandowski war „überglücklich, dass wir einen Heimsieg gelandet haben. Aber wir haben noch sehr, sehr viel Arbeit vor uns“, sagte der Nachfolger des Finnen Sami Hyypiä. Torschütze Brandt (17) bekam vom Coach ein Sonderlob: „An Julian werden wir in den nächsten Jahren noch sehr viel Spaß haben.“
Hertha-Trainer Jos Luhukay war vor allem deshalb enttäuscht, weil aus seiner Sicht mehr für die Berliner drin war. „Aber wir haben in den ersten 20 Minuten nicht agiert, sondern nur reagiert. Nach dem Anschlusstreffer hatten wir dann ein Fünkchen Hoffnung“, meinte der Niederländer: „Wenn man einen Punkt holen kann, dann war es heute.“
Erst vor acht Tagen hatte Leverkusen die Notbremse gezogen: Nach der Minus-Serie mit nur einem Sieg in neun Spielen trennte man sich von Hyypiä. Alle setzten dann auf den „Lewandowski-Effekt“ – und die Rechnung ging auf: Schon nach 40 Sekunden brach nach dem schnellsten Saisontor der Bundesliga ein Jubelsturm unter den 29 377 Zuschauern in der BayArena aus: Nach präziser Flanke von Giulio Donati brachte Kießling die Werkself mit einem Aufsetzer-Kopfball in Führung.
