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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Schaaf flieht vor Zwietracht bei Eintracht

27.05.2015

Frankfurt Für die treue Seele Thomas Schaaf ist das große Missverständnis bei der Diva vom Main nach 329 Tagen beendet: Der 54-jährige Trainer war tief gekränkt, als er am Dienstag seinen ursprünglich bis Sommer 2016 laufenden Vertrag beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt vorzeitig auflöste. Frustriert kehrte Schaaf, der bei Werder Bremen 14 Jahre als Chefcoach arbeitete, den Hessen nach nur knapp elf Monaten den Rücken. Zermürbt von den Diskussionen über die angeblich schlechte Kommunikation mit seinen Spielern – aber wohl auch enttäuscht über das zeitweise fehlende Vertrauen der Führungsgremien in seine Arbeit.

„Die in der Öffentlichkeit getätigten Aussagen und die Darstellung meiner Person und meiner Arbeit, die sich in unglaublichen und nicht nachvollziehbaren Anschuldigungen und Unterstellungen in den Medien äußern, kann und will ich nicht akzeptieren“, teilte Schaaf in einer kurzen Presseerklärung mit.

Er selbst war da schon in Frankfurt für niemanden mehr zu sprechen. Erwartet wird, dass Schaaf wieder nach Bremen zieht. Die Mannschaft wird bei den ausstehenden Freundschaftsspielen von seinem Assistenten Wolfgang Rolff betreut. Dass der Co-Trainer sowie Michael Kraft (Torwart-Trainer) und Matthias Hönerbach (Co-Trainer) in Frankfurt bleiben, gilt als unwahrscheinlich.

Vorstandsboss Heribert Bruchhagen bedauerte die Entscheidung Schaafs, weil er „erfolgreich“ für die Eintracht gearbeitet habe. „Die Bemühungen, ihn von seinem Vorhaben abzubringen, waren intensiv. Er hat die vom Verein vorgegebenen Ziele mehr als erfüllt“, sagte Bruchhagen und dementierte atmosphärische Störungen: „Das Team hat mir erklärt, es wolle mit ihm weiterarbeiten. Auch aus dem Aufsichtsrat gab es ein klares Votum für ihn.“

Wer nur die nackten Zahlen sieht, den mag die Trennung überraschen. „Platz neun in der Abschlusstabelle der Bundesliga, den Torschützenkönig der Bundesliga und eine der torsichersten Angriffsreihen der Liga im Team zu haben, ist ein Ergebnis, über das sich jeder Eintracht-Fan freuen kann“, betonte Schaaf erneut in seiner Stellungnahme.

Tatsächlich aber war der Verein in der Trainerfrage seit Wochen gespalten. Es gab die Fraktion um Bruchhagen, die bis zuletzt argumentierte: Schaaf hat alle Saisonziele erreicht und am Ende sogar mehr Punkte (43) geholt als sein populärer Vorgänger Armin Veh (36). Es gab aber auch die Mehrheit der Spieler und infolge dessen einen Teil der Clubführung, die dem Coach eine mangelnde Kommunikation mit seinen Profis und eine fehlende sportliche Linie vorwarfen. Was aus dieser Zwietracht bei der Eintracht folgte, war die Demontage eines anerkannten Fachmannes, der in 14 Jahren als Werder-Trainer beinahe genauso viele Titel gewonnen hat wie die Eintracht in ihrer 116-jährigen Geschichte.

Als Favorit auf die Nachfolge gilt nun Sascha Lewandowski, auch wenn der langjährige Jugend- und Cheftrainer von Bayer Leverkusen beim Radio FFH betonte: „Ich habe mit keinem Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt bisher gesprochen.“ Mögliche Kandidaten sind auch André Breitenreiter vom SC Paderborn und eine interne Lösung: der langjährige Kapitän und aktuelle U-19-Trainer Alexander Schur. „Es gibt in meinem Kopf noch keine Namen“, sagte Manager Bruno Hübner.

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