Hannover - Thomas Schaaf bleibt entspannt. Letzter in der Tabelle, vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, hammerharte Aufgaben warten in der Fußball-Bundesliga – doch der neue Trainer von Hannover 96 verliert seine berühmte Gelassenheit nicht. Dafür hat der 54-Jährige schon zu viel erlebt. „Die Mannschaft ist gut im Thema“, sagte Schaaf vor der Partie bei Bayer Leverkusen an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) ganz ruhig und ganz unaufgeregt.
Für Clubchef Martin Kind ist und bleibt Schaaf der große Hoffnungsträger im Tabellenkeller, auch wenn der Unternehmer gegen Leverkusen nicht viel erwartet. „Ein Unentschieden wäre schon ein Erfolg“, sagte Kind: „Aber ich bin ganz hoffnungsfroh. Denn Thomas Schaaf konnte die Entwicklung der Mannschaft in Motivation, Taktik und Einstellung vorantreiben.“
Neben Schaaf soll auch noch ein weiterer Innenverteidiger Hannover vorantreiben. „Wir reden über einen Spieler, der eine gewisse Stabilität mitbringt“, sagte Geschäftsführer Martin Bader. Auch Schaaf wünscht sich in seiner Defensive „einen Schuss mehr Sicherheit“. Angeblich soll Hannover an Roel Brouwers von Borussia Mönchengladbach interessiert sein.
Der Hamburger SV steht nach nur einem Punkt aus den zurückliegenden vier Partien mächtig unter Druck. Bei einer Niederlage an diesem Sonnabend (18.30 Uhr) beim VfB Stuttgart droht der Absturz in die Abstiegszone. Auch wenn sich HSV-Trainer Bruno Labbadia gern an seine erfolgreichen Jahre beim VfB erinnert (erst Retter, dann Einzug in die Europa League, dann DFB-Pokalfinale), will er nicht groß in der Vergangenheit schwelgen. „Ich fahre mit dem Gefühl hin, dass wir da gerne gewinnen wollen“, sagte der 49-Jährige.
Die Stuttgarter sind erstmals seit Februar 2013 in fünf Pflichtspielen in Serie ungeschlagen und könnten gegen den HSV den dritten Ligasieg in Folge landen
