Gelsenkirchen/Mainz - Es ist das „Endspiel“ um den direkten Einzug in die Fußball-Champions-League und um das Millionen-Euro-Glück. Nur will niemand bei Schalke 04 und bei Bayer Leverkusen den Bundesliga-Hit so nennen. „Es ist ein wichtiges Spiel, aber danach folgen noch fünf weitere Endspiele“, sagte Bayer-Teamchef Sami Hyypiä vor dem Duell an diesem Sonnabend (18.30 Uhr).

Auch Schalke-Manager Horst Heldt wollte der Partie keine übersteigerte Bedeutung geben: „Ich glaube, dass es bis zum Ende dort oben sehr eng bleiben wird und durch den Ausgang des Spiels nichts entschieden ist. Es ist kein Endspiel.“

Vor dem 29. Spieltag liegt die Werkself immerhin vier Punkte vor den Schalkern. Deshalb sieht Leverkusens Kapitän Simon Rolfes die Last des Gewinnenmüssens auch beim Gegner. „Wenn einer unter Druck steht, dann nur Schalke“, tönte er.

Der Hamburger SV muss am Sonnabend (15.30 Uhr) unbedingt gewinnen, um die Minimalchance auf die Europa League zu wahren. Trainer Thorsten Fink plant dabei das Startelf-Comeback von Petr Jiracek: „Er hat in den Testspielen einen guten Eindruck gemacht. Ich hoffe, dass er Impulse setzen kann.“

Der neue Mannschaftskapitän Rafael van der Vaart soll als „hängende Spitze“ in der zuletzt schwachen Offensive neuen Schwung bringen. Als alleinige Spitze bietet Fink Artjoms Rudnevs auf.

Derweil kommt der HSV nicht aus den roten Zahlen heraus. „Ich gehe von einem Minus in zweistelliger Millionenhöhe aus“, sagte der Clubchef Carl-Edgar Jarchow. Ein Grund sei: „Es zeichnet sich durch die Tabellenplatzierung ab, dass die TV-Gelder unter Plan liegen werden.“

Zur Vorbereitung auf die nächste Saison veranstaltet der HSV am 13. und 14. Juli erstmals den Nordcup. Außer den Hamburgern nehmen der FC Kopenhagen, VfL Wolfsburg und voraussichtlich Eintracht Braunschweig teil.