Hannover/Oldenburg - Im niedersächsischen Jugendfußball ist es erneut zu Attacken auf einen jungen Schiedsrichter gekommen. Ein 18-jähriger Unparteiischer ist am Wochenende in einem C-Jugendspiel in Hannover zusammengeschlagen worden. Er erlitt nach Attacken der Gästespieler vom Mühlenberger SV Gesichtsverletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Einen entsprechenden Bericht der „Neuen Presse“ bestätigte ein Polizeisprecher am Montag. Demnach sei ein Verfahren wegen Körperverletzung aufgenommen worden, Zeugen würden vernommen.

Der Vorfall ereignete sich am Sonnabend in der Partie zwischen Arminia Hannover III und dem Mühlenberger SV. Der Schiedsrichter wollte die Partie nach Pöbeleien beim Stand von 3:0 für das Heimteam abbrechen. In der Pause sei der Unparteiische dann von Gästespielern tätlich angegriffen und von bis zu zwölf Spielern getreten worden. „Das wird mit Sicherheit Konsequenzen haben“, kündigte der stellvertretende MSV-Jugendleiter, Benjamin Wegner, am Montag an.

Einen ähnlichen Fall hatte es Mitte November in Oldenburg gegeben. Beim A-Jugendspiel zwischen dem Türkischen SV und SF Wüsting-Altmoorhausen hatten TSV-Akteure den 15-jährigen Schiedsrichter bedroht, der die Partie daraufhin abbrach. Als der Unparteiische kurz darauf in seiner Umkleidekabine saß, wurde im Kabinengang ein Böller gezündet. Der Trainer der Gastgeber, Marco Blauth, stellte sich zwischen seine Spieler und den Schiedsrichter und verhinderte Schlimmeres.

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)