Hannover - Die Zeichen stehen auf Abschied, auch wenn es niemand so deutlich aussprechen will. Nach turbulenten Wochen könnte das Engagement von Geschäftsführer Jörg Schmadtke bei Hannover 96 schon in dieser Woche enden. Zum Konflikt mit Trainer Mirko Slomka (45) kamen zuletzt Spannungen mit Clubchef Martin Kind, der die Diskussionen beim Fußball-Bundesligisten immer wieder anheizte.
Die Frage zu einem möglichen Rücktritt beantwortete Schmadtke am Montag nicht direkt, aber doch vielsagend. „Das ist nicht der richtige Zeitpunkt. Solche Dinge sollten zuerst hausintern besprochen werden“, sagte der 49-Jährige. Ein Dementi klingt anders. 96-Präsident Martin Kind hatte in den vergangenen Tagen die Gerüchte über einen möglichen Abschied von Schmadtke in Interviews aufgegriffen und ein Gespräch mit ihm angekündigt.
Kind will auf jeden Fall mit Schmadtke beim nächsten Treffen über dessen angebliche Rücktrittsabsichten sprechen. „Wenn dieser Wunsch konkret geäußert wird und eine Basis nicht vorhanden ist, dann wird man sicher offen und ehrlich über alles reden müssen“, sagte der 96-Boss. Er erklärte aber auch, dass er mit Schmadtke und Slomka weiterarbeiten möchte. Vor knapp einem Jahr hatte Schmadtke bereits um die Auflösung seines Vertrages gebeten. Der Geschäftsführer nannte dafür vor allem private Gründe.
