Hannover - Die „Agenda 2010“ ist Gerhard Schröders politisches Vermächtnis, vom neuen Manager Horst Heldt fordert der Alt-Bundeskanzler die Umsetzung der „Agenda 2017“ für Hannover 96, sprich: den sofortigen Wiederaufstieg. „Herr Heldt war ein Personalvorschlag, gegen den wir als Aufsichtsrat überhaupt nichts einwenden konnten“, sagte der 72-Jährige am Montag bei der Vorstellung des Ex-Nationalspielers.

Martin Bader, der bisherige Sportdirektor des Fußball-Zweitligisten hatte am Sonntag Heldt weichen müssen, Trainer Daniel Stendel erhielt vom neuen Mann eine Schonfrist – mindestens bis nach dem Heimspiel am Samstag gegen 1860 München.

„Ich brauche ein bisschen Zeit, um Eindrücke von den handelnden Personen zu gewinnen“, meinte Heldt. Als Nachfolger Stendels wird an der Leine der Ex-Gladbacher Andre Schubert gehandelt.

Die große Erfahrung von Heldt als Profi und Manager soll den zuletzt strauchelnden Zweitligisten wieder in die Spur bringen und zurück ins Oberhaus führen. So gesehen war die Verpflichtung Heldts, die 96-Präsident Martin Kind dem Aufsichtsrat vorgeschlagen hatte, folgerichtig.

„Es gibt schon den Wunsch, an sportlich erfolgreichere Zeiten anzuknüpfen. Und die größten Erfolge hatten wir mit dem Team aus Jörg Schmadtke und Mirko Slomka“, sagte der Clubboss. Unter der Führung des ungleichen Duos hatten sich die „Roten“ 2011 und 2012 für die Europa League qualifiziert.

Der 47-jährige Heldt, der nach seiner Demission im vergangenen Sommer bei Schalke 04 zuletzt auch beim Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg gehandelt worden war, geht voll motiviert in der Arena am Maschsee an den Start: „Ich habe jetzt wieder genügend Kraft für diese super-interessante Aufgabe.“

Auch auf die nun häufiger stattfindenden Begegnungen mit Schröder freut sich der neue Sportdirektor: „Wer hat schon die Gelegenheit, regelmäßig mit einem Alt-Bundeskanzler zusammenzuarbeiten“, sagte Heldt.