Wolfsburg/Freiburg - Trotz des ersten Tores für den VfL Wolfsburg droht André Schürrle wieder die Bank. Gegen den SC Freiburg an diesem Dienstag (19 Uhr) muss der Nationalspieler damit rechnen, erneut nicht in der Startelf zu stehen. Doch Schürrle nimmt das angesichts der Erleichterung über den erlösenden Premieren-Treffer in der Fußball-Bundesliga gelassen. „In meiner jetzigen Situation tun mir Spiele von der Bank auch mal gut“, sagte er vor dem Viertelfinale im DFB-Pokal.
Für die Freiburger dürfte sich Schürrles Erklärung nicht unbedingt beruhigend anhören. Als Joker komme er auf den Platz, „wenn die Gegenspieler vielleicht schon müde sind, dadurch habe ich Freiräume“, sagte der 24-jährige Schürrle, der nach Wolfsburgs 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart wie befreit wirkte.
Wenn es nach Schürrle geht, darf das gleich am Dienstag so weitergehen. Denn der Weltmeister betonte vor der Partie gegen den Abstiegskandidaten die ehrgeizigen Ziele der Wolfsburger: „Wir wollen in die Champions League und ins DFB-Pokal-Finale und in der Europa League soweit wie möglich – da will ich dabei sein.“
Die Gesamtleistung des SC Freiburg beim 1:0-Heimsieg in der Bundesliga gegen den 1. FC Köln spricht nicht unbedingt für einen Favoritensturz beim VfL Wolfsburg. Dennoch glauben die Breisgauer als Tabellen-14. im Viertelfinale des DFB-Pokals an ihre Chance. „Wie sagt man so schön: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Vielleicht können wir eines dieser Gesetze für uns entscheiden“, sagte Torschütze Mike Frantz.
Von einer qualitativ hochwertigen Vorstellung war der Sport-Club am Sonnabend weit entfernt. SC-Trainer Christian Streich bezeichnete den zweiten Dreier nacheinander als „glücklich“.
Erst am 15. März verlor der Sport-Club beim Bayern-Verfolger VfL Wolfsburg mit 0:3. Die Leistung der Gäste war aber besser, als es das Ergebnis vermuten lässt. „Wir haben da kein schlechtes Spiel gemacht. Bis zur 70. Minute haben wir ein 0:1 gehalten und hatten die Chance zum 1:1“, erinnerte Freiburgs Kapitän Oliver Sorg.
