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NWZonline.de Sport Fußball

WM: Schuldzuweisungen nach Gala-Absage

16.01.2006

BERLIN BERLIN/DPA - Nach der Absage der WM-Gala im Berliner Olympiastadion durch die Fifa könnten Klagen gegen den Weltfußballverband die Folge sein. „Jeder, der einen Vertrag mit der Fifa hat, wird sich Gedanken machen, ob er Schadenersatzansprüche geltend machen will“, sagte gestern der Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Thomas Härtel (SPD). Das betrifft auch die Olympiastadion Berlin GmbH. „Wir wollen aber erst mal die Gründe für die Absage abwarten“, sagte der Geschäftsführer der Olympiastadion GmbH, Peter von Löbbecke.

Die Betreiber-Gesellschaft wies Erklärungen der Fifa zurück, die vom Wiener Künstler André Heller konzipierte WM-Gala sei wegen Rasenproblemen oder anderer technischer Gründe erfolgt. „Das ist nicht fair, Berlin so etwas in die Schuhe zu schieben“, sagte von Löbbecke.

Heller, nahm indes kein Blatt vor den Mund und griff Fifa-Präsident Joseph Blatter an. „Es ist ein Unglück. Wahrscheinlich ist Blatter eines Morgens aufgewacht und hat sich gedacht, die Kunst macht mir Probleme“, sagte Heller. Er forderte eine Entschuldigung an die ausgebooteten Künstler, darunter Weltstars wie Peter Gabriel und Jessye Norman.

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Obwohl die Fifa einen Ersatzort kategorisch abgelehnt hatte und eine Offerte aus München zurückwies, sprachen sich in Berlin Politiker, Sportler und Vertreter der Tourismusbranche für eine Ersatzfeier aus. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, er habe Blatter bereits einen Brief geschrieben und eine Feier am Brandenburger Tor angeboten. DFB-Präsident Theo Zwanziger räumte unterdessen einen weltweiten Ansehensverlust ein. „Die Erwartungen sind nicht erfüllt worden. Das trägt nicht zu einem positiven Image bei“, sagte er.

Trotz großer öffentlicher Skepsis hielt die Fifa an ihrer Begründung fest: Bei sechs Tagen zwischen Gala und dem ersten Spiel wäre ein Restrisiko für den Rasen geblieben. Offenbar kamen besonders aus Brasilien Bedenken. „Gewisse Einflüsse“ auf die Fifa hätten zur Absage beigetragen, hieß es. Auf jeden Fall sollten dem Titelverteidiger zum Auftakt gegen Kroatien am 13. Juni „die besten Möglichkeiten gegeben werden“.

Auch Heller sieht einen Zusammenhang: „Da haben sich manche ausgemalt, welche Katastrophe es wäre, wenn ein brasilianischer Fußballstar beim ersten Spiel wegen eines lockeren Rasenstücks ausrutscht und verletzt ausscheidet. Da haben die hohen Herren in Zürich gesagt: Unser Geschäft ist Fußball“, sagte Heller.

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