Hamburg - HSV-Idol Uwe Seeler ist bei einer Operation ein Herzschrittmacher eingesetzt worden. „Mir geht es aber wieder gut. Ich bin auf dem Wege der Besserung“, sagte der 80-jährige Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstag.
Der mit 404 Treffern erfolgreichste Torschütze in der Geschichte des Hamburger SV war sogar schon wieder zu Scherzen aufgelegt: „Es läuft alles nach Plan. Aber gegen Darmstadt kann ich noch nicht spielen“, sagte der Ehrenbürger der Hansestadt. Seeler hatte sich erst im März einer Tumor-OP unterzogen.
Nachdem der frühere Mittelstürmer in den vergangenen Tagen über Unwohlsein geklagt hatte, waren Mediziner konsultiert worden, die dann zur Operation rieten. Beim Spiel seines HSV gegen Darmstadt 98 an diesem Samstag (15.30 Uhr) will Seeler vor dem Fernseher die Daumen drücken. Die Rückkehr ins Volksparkstadion ist dann für das Heimspiel gegen Mainz 05 am 7. Mai geplant.
Derweil darf der HSV wieder auf finanzielle Unterstützung von Milliardär Klaus-Michael Kühne hoffen. „Herr Kühne verspürt weiterhin große Lust, gemeinsam mit dem HSV etwas Großes zu entwickeln. Wenn es gewünscht wird, steht er bereit“, sagte der HSV-Aufsichtsrat und Kühne-Vertraute Karl Gernandt.
Kühne, der elf Prozent der Anteile an der HSV AG hält, hatte dem Club zuletzt immer wieder bei Transfers unter die Arme gegriffen. Der Bundesligist strebt aufgrund von Verbindlichkeiten in Höhe von 75,1 Millionen Euro eine finanzielle Konsolidierung an. Um die Lizenz für die Bundesliga zu erhalten, müssen die Hamburger bis Ende Mai Bedingungen erfüllen.
„Wir haben die Lizenz erwartungsgemäß mit Bedingungen erhalten. Die Bedingungen werden wir fristgerecht erfüllen“, sagte Finanzvorstand Frank Wettstein.
