SEVILLA - SEVILLA/DPA - Nur der Einzug ins Uefa-Pokal-Finale kann Schalke 04 vor einer verkorksten Saison bewahren. „Wir haben die Chance, hier weiter zu kommen. Wenn wir den Titel holen, würde die Saison einen anderen Geschmack erhalten. Dann würden einige Wunden aus der Bundesliga verheilen“, sagte Manager Rudi Assauer vor dem heutigen Halbfinal-Rückspiel beim FC Sevilla (21.30 Uhr/ZDF). Auch Trainer Mirko Slomka hob gestern nach der Ankunft in Andalusien die Bedeutung der Partie hervor. Nachdem Rang drei in der Fußball-Bundesliga und die Champions-Liga-Qualifikation in weite Ferne gerückt sind, habe der Uefa-Pokal Priorität. „Ich bin guten Mutes, dass wir ins Finale kommen.“
Trotz der zuletzt schwachen Bundesliga-Serie von sechs Spielen ohne Sieg und der 0:0-Hypothek aus dem Hinspiel glauben die Schalker Profis daran, zum zweiten Mal nach 1997 Club-Geschichte zu schreiben. „Wir sind stark genug, hier zu bestehen. Uns reicht ja schon ein 1:1“, beurteilt Christian Poulsen die Ausgangslage als „nicht so schlecht“.
Wie schwer die Aufgabe gegen die heimstarken Andalusier im Sánchez-Pizjuán-Stadion wird, zeigt der Blick auf die Statistik. Bisher hat dort noch kein deutsches Team ein Tor erzielt: Der 1. FC Kaiserslautern unterlag 1982/83 im Uefa-Cup 0:1, Alemannia Aachen 2004/2005 mit 0:2, und Mainz 05 spielte in dieser Saison 0:0.
Trainer Slomka plagen Sorgen im Abwehrbereich. Manndecker Mladen Krstajic ist wegen seines Ellenbogenschlags im Hinspiel gesperrt.
