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NWZonline.de Sport Fußball

Es Läuft Bei Den Bremern: Sieben Gründe für den Werder-Wahnsinn

07.04.2017

Bremen Es läuft einfach derzeit bei Werder Bremen: 3:0 gegen Schalke 04 gewonnen, den sechsten Sieg aus den vergangenen sieben Partien gefeiert, und die Konkurrenz spielt auch mit. Am Mittwoch verloren Augsburg, Mainz und Wolfsburg – und so wuchs der Vorsprung der Bremer auf Rang 16 auf sechs Punkte an.

Die Lücke nach oben, also auf einen Europapokalplatz, ist mit fünf Punkten Rückstand inzwischen kleiner als jene nach unten. Sollte der Fußball-Bundesligist an diesem Freitag (20.30 Uhr) auch bei der kriselnden Eintracht aus Frankfurt gewinnen, würde Werder auf Platz sieben springen. Die NWZ liefert sieben Gründe, warum es für die Bremer derart bergauf geht.

 Die Abwehrstärke

Plötzlich steht die Null hinten! In vier der letzten sieben Begegnungen blieb Werder ohne Gegentor, im Weserstadion haben die Bremer dreimal zu Null gewonnen (2:0 Darmstadt, 3:0 Leipzig, 3:0 Schalke). Damit ist die Schießbude der Liga, wie Werder hämisch betitelt wurde, erstmal geschlossen. Werder lässt viel weniger Großchancen zu – und macht weniger individuelle Fehler.

Das System

Ein wesentlicher Faktor für die Abwehrstärke ist das neue System, das Trainer Alexander Nouri im Wintertrainingslager intensiv trainieren ließ. Die Dreierkette, die zur Fünferkette wird, haben die Profis immer mehr verinnerlicht. Verteidiger wie Niklas Moisander, Milos Veljkovic oder Luca Caldirola spielen grundsolide. Wenn sie mal einen Fehler machen, haben sie direkt neben sich einen Teamkollegen, der diesen ausbügeln kann. Rechtsaußen hat Theodor Gebre Selassie zu seiner alten Form zurückgefunden, links trumpfte vor allem der aktuell verletzte Robert Bauer groß auf. Und vor der neuen Abwehrformation bringt Winter-Zugang Thomas Delaney dank seiner Übersicht jede Menge Struktur und Stabilität ins Spiel.

Felix Wiedwald

Wenn jemand als Symbolfigur des Aufschwungs dienen kann, ist es der Torwart. Felix Wiedwald war fehleranfällig, umstritten – und nachdem ihn Nouri zweimal zur Nummer zwei degradiert hatte, fast schon verbrannt. Als aber Konkurrent Jaroslav Drobny gegen Dortmund Rot sah und gesperrt wurde, nutzte Wiedwald seine Chance. Bei den Siegen in Mainz (2:0) und Wolfsburg (2:1) hielt „Wiedwall“, wie er inzwischen genannt wird, überragend und strahlt seitdem eine Ruhe aus, die so nicht zu erwarten war. „Es ist schön, nicht mehr so viele Gegentore zu kassieren. Wir können stolz darauf sein“, sagt Wiedwald.

Aus Glück wird Stärke

Bei aller berechtigter Euphorie: Werders Siegesserie startete mit sehr viel Glück. War der Sieg in Mainz noch verdient, war der in Wolfsburg dem Chancenwucher der Gastgeber zu verdanken. Beim 2:0 gegen Darmstadt vergaben die Gäste in Halbzeit eins viele Chancen, beim Punkt in Leverkusen (1:1) hielt Wiedwald in der 96. Minute einen Foulelfmeter. „Wir haben bei unseren vielen Siegen ja nicht immer gut gespielt, teilweise Glück gehabt“, sagte etwa Zlatko Junuzovic. Aus diesen vier Partien zog Werder aber derart viel Selbstvertrauen, dass danach die starken Auftritte gegen Leipzig, in Freiburg (5:2) und gegen Schalke möglich waren. „Wir haben derzeit das Gefühl, dass wir jeden schlagen können“, drückte Moisander das neue Selbstverständnis aus.

Die Effizienz

Werder steht nicht nur hinten gut, sondern ist auch vorn viel effizienter geworden. Beispielhaft steht die jüngste Partie gegen Schalke: Die Königsblauen hatten deutlich mehr Ballbesitz und wirkten spielerisch überlegen – doch Bremen machte die Tore. Auch in Freiburg war beinahe jeder Schuss ein Treffer. Niko Kovac, Trainer des heutigen Gegners aus Frankfurt, der nur ein Tor in den vergangenen acht Bundesligaspielen erzielt hat, stellte am Donnerstag passend fest. „Egal, was aufs Tor geht. Es geht bei Werder alles rein. Bei uns eben nicht.“

Starke Reservisten

Ein häufiger Grund für den Aufschwung eines Teams ist, dass etablierte Spieler zurückkehren und neue Qualität mitbringen. In Bremen ist das Gegenteil der Fall, Werder plagt sich seit Wochen mit Personalproblemen herum. Aus dieser Not aber machten die Grün-Weißen eine Stärke. Ob Florian Kainz (erstes Bundesligator gegen Leipzig), Maximilian Eggestein (erstes Bundesligator gegen Schalke) oder Caldirola (Comeback nach langer Verletzungspause in Freiburg) – egal, wen Nouri bringt, jeder trägt derzeit seinen Teil zum Erfolg bei. „Die Ausfälle kannst du nur mit diesem großartigen Teamspirit kompensieren“, sagt Nouri.

Der Zusammenhalt

Die Chemie in der Mannschaft und vor allem auch das Verhältnis zwischen Spielern und Nouri passt. „Der Trainer hat riesigen Anteil an unserem Erfolg. Wir wollen, dass er bleibt“, sagte Verteidiger Velj-kovic nach dem Schalke-Sieg. Der Serbe ist bei weitem nicht der erste, der sich für einen Verbleib Nouris (Vertrag läuft im Sommer aus) stark macht. „Ich finde, dass das Trainerteam zu uns passt, dass akribisch gearbeitet wird und wir als Gemeinschaft agieren“, lobte Zlatko Junuzovic zuletzt.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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