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Sind noch leere Flaschen auf dem Feld?

Christian Rolinck ist seit dem Jahr 2000 Geschäftsführender Gesellschafter der Privatbrauerei Rolinck in Steinfurt. Der 1974 in Münster geborene Betriebswirt ist verheiratet und wohnt in Steinfurt, wo er auch zur Schule gegangen ist. Vor seinem Studium hat er eine Ausbildung zum Werbekaufmann in Düsseldorf und London absolviert.

VoN Steffen Szepanski

Frage:

Ein früherer Bundesligatrainer italienischer Abstammung beklagte vor ein paar Jahren, dass so viele leere Flaschen auf dem Feld sind. Hat sich daran etwas geändert? Laufen jetzt nur noch volle Flaschen auf?

Rolinck:

Ja, es hat sich einiges geändert, denn heute macht man gleich ganze Fässer auf, damit nicht so viele leere Flaschen rumrennen. Auch die Pfandsätze sorgen dafür, dass die leeren und umweltfreundlichen Mehrwegflaschen wieder in der Kiste landen. Sprich die leeren Flaschen fliegen raus, diesen Ansatz des berühmten italienischen Fußballtrainers begrüßen wir freien Brauer besonders!

Frage:

Man hört tatsächlich ab und zu, dass Spieler auf dem Feld ein Fass aufmachen. Sollten sie ihr Bier nicht doch besser in der Kabine trinken?

Rolinck:

Nein, wenn man als Mannschaft gewinnen möchte, dann muss man auf dem Spielfeld ein Fass aufmachen, damit man den Sieg anschließend in vollen Zügen genießen kann. Denn schließlich ist Bier ein natürliches Getränk, dass sich aus einem Gärverfahren entwickelt. Dieser Druck (der CO2 Gehalt im Bier) im Bier kann daher optimal auf dem Spielfeld in Energie umgewandelt werden.

Frage:

Bei der WM gibt es immer wieder berauschende Spiele. Wer – bitte schön – hat denn da bloß seine Hände im Spiel?

Rolinck:

Bier ist ein flüssiges Grundnahrungsmittel und hat mit Rausch und Rauchen überhaupt nichts zu tun. Wer vom Rausch beim Fußball spricht, begibt sich auf das Glatteis der Blasphemie: Der rauchende Fußballgott mit der Hand Gottes hatte die Hände buchstäblich im Spiel; ist das berauschend? Ciao Diego! Berauschend ist doch in Fußball-Deutschland, dass bald jeder Verein, je nach Region seine eigene Biersorte hat und viele mittelständische Privatbrauereien für diese Biervielfalt sorgen.
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