SINSHEIM - Mit Kaltschnäuzigkeit und Effektivität hat Hertha BSC am Freitagabend mit 1:0 (1:0) beim Herbstmeister 1899 Hoffenheim gewonnen. Die Berliner rückten damit zu Beginn des 29. Spieltages in der Fußball-Bundesliga auf Platz zwei vor. Für Hoffenheim ging dagegen der freie Fall mit der elften Partie in Folge ohne Erfolg ungebremst weiter.
Das ist ein ganz wichtiger Sieg. Das gibt uns einen Schub für die letzten fünf Spiele, meinte Hertha-Manager Dieter Hoeneß, der aber nicht ganz zufrieden war: In der zweiten Halbzeit sind wir zu sehr unter Druck geraten. Da haben wir zu wenig für den eigenen Angriff getan. Ähnlich sah es Hoffenheims Kapitän Selim Teber: Es ist unfassbar. Wir spielen gegen eine Spitzenmannschaft, setzen sie unter Druck, und Berlin kommt einmal vor das Tor und trifft. Patrick Ebert erzielte den entscheidenden Treffer für die Berliner. Der 22-Jährige markierte auf Vorarbeit von Marko Pantelic sein zweites Saisontor (41.).
Dabei waren die Gastgeber vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena die bessere Mannschaft. Zunächst verfehlte Sejad Salihovic mit zwei Distanzschüssen (8., 11.) knapp das Tor. Christoph Janker scheiterte an Hertha-Schlussmann Jaroslav Drobny (23.).
Die einzige Chance für die Berliner in der Anfangsphase hatte Pantelic. Der Serbe, der im Sturm erneut den rotgesperrten Andrej Voronin vertrat, schoss aus 18 Metern am Tor vorbei (18.).
Bei Hoffenheim musste Trainer Ralf Rangnick unter anderem die beiden rotgesperrten Brasilianer Carlos Eduardo und Luiz Gustavo ersetzen. Dafür meldete sich Hildebrand wieder zurück, der beim Gegentor aber schlecht aussah.
Auch nach dem Wechsel hatte Hoffenheim die besseren Möglichkeiten. Doch bei einem Freistoß (53.) und einem Kopfball (63.) von Salihovic war Drobny ebenso auf dem Posten wie bei einem Schuss von Selim Teber (58.). In der 77. Minute setzte zudem Boubacar Sanogo einen Kopfball an den Pfosten. Die Berliner konnten sich indes kaum noch in Szene setzen und waren am Ende die glücklichen Gewinner.
