SINSHEIM - Klaas-Jan Huntelaar hat Schalke 04 vor einem Rückschlag in der Fußball-Bundesliga bewahrt. Sein 23. Saisontor (80. Minute) sicherte den Königsblauen vor 30 150 Zuschauern ein verdientes 1:1 (0:1) bei 1899 Hoffenheim. Allerdings war der 41. Pflichtspieltreffer des Niederländers in dieser Spielzeit umstritten.

Schiedsrichter Markus Schmidt hatte beim Zweikampf zwischen Andreas Beck und Chinedu Obasi auf Strafstoß entschieden. Es hatte eine Berührung am Knie gegeben, der Nigerianer fiel allerdings spektakulär. „Lächerlich, da brauche ich keine Zeitlupe“, ereiferte sich 1899-Trainer Markus Babbel.

Der Elfmeterpfiff war in gewisser Weise ausgleichende Gerechtigkeit, denn auch der Hoffenheimer Führungstreffer war Folge einer zweifelhaften Entscheidung gewesen. Sven Schipplock war gegen den herausstürmenden Schalker Torwart Lars Unnerstall zu Fall gekommen.

„Ich habe ihn nicht getroffen. Er hat ein bisschen Angst, knickt vorher schon weg und springt hoch“, sagte Unnerstall, der sechs Wochen nach seiner Schultereckgelenksprengung ein Blitz-Comeback anstelle des verletzten Timo Hildebrand gab. Sejad Salihovic (30.) traf vom Elfmeterpunkt, am Ende sprang für die Gastgeber aber wieder kein Heimsieg heraus.

Schalke-Trainer Huub Stevens war nicht zufrieden. „Wir können froh sein, dass wir nicht verloren haben“, sagte der Niederländer. Seine Mannschaft habe die erste Halbzeit verschlafen: „Da war zu wenig Spannung.“